Ärzte Zeitung online, 09.08.2011

Aktienmärkte stürzen weiter ab - Dax zeitweise 7 Prozent runter

FRANKFURT/TOKIO (dpa). An den weltweiten Börsen regiert die blanke Angst: Nach einem kurzen Erholungsversuch musste der deutsche Leitindex Dax zeitweise einen Verlust von mehr als sieben Prozent hinnehmen. Später erholte er sich wieder etwas.

Rund eineinhalb Stunden nach Börsenstart stand der deutsche Leitindex mit 6,37 Prozent bei 5546 Punkte im Minus. Damit ist der Dax den zehnten Tag in Folge im Minus und baut seine Verluste bis auf 25 Prozent aus.

In einem Erholungsversuch zu Handelsbeginn hatte der deutsche Leitindex zwar kurz den Sprung über die Marke von 6000 Punkten geschafft, drehte aber anschließend wieder deutlich ins Minus.

Auch für die Nebenwerte ging es weiter steil nach unten: Der MDax mittlerer Werte sackte um 5,44 Prozent auf 8075 Punkte ab, der TecDax fiel um 5,32 Prozent auf 643 Punkte.

Die Nervosität der Anleger ist bei dieser langen Verlustserie entsprechend hoch. Der VDax, der die Schwankungsbreite des Leitindex abbildet, schoss auf den höchsten Stand seit 2009. Damals klang die Weltwirtschaftskrise nach der Lehman-Pleite langsam ab.

Goldpreis weiter auf Rekordjagd

Derweil geht die Rekordjagd des Goldpreises weiter, was eine ungebrochen hohe risikoscheu der Anleger signalisiert. Die Entspannung in der Nachfrage nach italienischen und spanischen Staatsanleihen übertrug sich nicht auf den Aktienmarkt.

Ähnlich sieht es auch Fondsmanager Tim Albrecht von DWS Investments: "Das war jetzt zuletzt noch das i-Tüpfelchen für den ohnehin verunsicherten Markt", sagte er im Gespräch mit der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX.

Die Wahrscheinlichkeit, dass die Politik eine angemessene Lösung für die aktuellen Probleme findet, sieht er bei 50 Prozent. Das wäre nach seinen Worten eine Voraussetzung für eine Erholung an den Börsen. Einstiegskurse sieht er trotz des drastischen Kursverfalls in den vergangenen Tagen noch nicht. Dafür seien die Risiken zu hoch.

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