Ärzte Zeitung online, 12.08.2011

Soros gibt Deutschland Schuld an Eurokrise

DÜSSELDORF (dpa). Der US-amerikanische Großinvestor George Soros hat Deutschland die Hauptschuld an der Eskalation der Euro-Schuldenkrise gegeben.

"Es war das deutsche Zögern, das die Griechenland-Krise verstärkte und zu der Ansteckung führte, die sie in eine Existenzkrise für Europa verwandelte", schreibt der Milliardär in einem Gastbeitrag für die Freitagsausgabe des "Handelsblatts".

Es sei ein Fehler gewesen, für Zahlungsausfälle nicht die Europäische Union, sondern jeweils die einzelnen Länder bürgen zu lassen.

Soros plädierte daher für die Einführung von Euro-Anleihen, die gemeinschaftlich und nicht von einzelnen Staaten herausgegeben werden. "Andernfalls bricht der Euro zusammen." Deutschland müsse dabei vorangehen.

Er halte die jetzige Konstruktion mit Krediten für Griechenland und einem von verschiedenen Ländern garantierten Rettungsschirm (EFSF) für untragbar. So müssten Italien und Spanien mehr Zinsen für ihre Staatsanleihen zahlen, als sie selber von Griechenland für Stützungskredite erhalten.

Die bisher von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verfolgte Politik der kleinen Schritte sei zu langsam, kritisierte der Finanzier.

Der 80 Jahre alte Soros häufte mit Spekulationsgewinnen ein riesiges Vermögen an und engagiert sich in verschiedenen Stiftungen für eine "offene Gesellschaft".

[15.08.2011, 09:54:28]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Na Super, ...
... nachdem George Soros mit den windigsten Aktien-, Finanz- und Rohstofftransaktionen ein Milliardenvermögen angehäuft hat, bringt ihn welche Motivation auch immer dazu, Anderen gute Ratschläge erteilen zu wollen.

US-amerikanische Benotungen und Kritik an der Euro-Zone stehen immer unter dem dringenden Verdacht, nicht ganz uneigennützig zu sein. Denn amerikanische Bankiers und Finanziers möchten gerne davon ablenken, das die USA fast ausschließlich auf Pump lebt und ein gigantisches Außenhandelsdefizit angehäuft haben (Importe aus Fernost). Die überwiegend nationalistische (und auch rassistische?) Tea-Party Bewegung, die die Republikaner majorisieren will, ist in ihrem Hass auf den demokratischen US-Präsidenten Barack Obama und seine vernunftgeleitete Wirtschaftspolitik (Steuergerechtigkeit auch für Reiche, Ende des unbegrenzten Gelddruckens durch die Notenbank, Krankenversicherungsschutz für Alle) völlig verblendet.

Wenn sich da George Soros, der mit seinen 80 Jahren schmerzfrei eine "offene Gesellschaft" propagieren kann, nicht zum "nützlichen Idioten" macht?

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund zum Beitrag »

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