Ärzte Zeitung online, 12.08.2011

Wachstum bei Dax-Konzernen schwächt sich ab

STUTTGART (dpa). Das Wachstumstempo der Dax-Konzerne hat sich nach einem fulminanten Start ins Jahr deutlich verlangsamt.

Die Riesen auf dem Börsenparkett steigerten zwar im zweiten Quartal 2011 den Umsatz durchschnittlich um acht Prozent und den operativen Gewinn um zwölf Prozent.

 Im ersten Quartal hatten Umsatz (plus 12 Prozent) und Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) (plus 61 Prozent) aber noch deutlich stärker zugelegt. Das geht aus einer Studie des Beratungs- und Prüfungsunternehmens Ernst & Young hervor, die der Nachrichtenagentur dpa am Freitag vorlag.

Gewinn von 26,1 Milliarden Euro

Die Analyse vergleicht zentrale Quartalskennzahlen von im Leitindex notierten Unternehmen mit dem zweiten Vorjahresviertel. Demnach erwirtschafteten die Schwergewichte der deutschen Wirtschaft von April bis Juni einen operativen Gewinn von 26,1 Milliarden Euro und einen Umsatz von 301,4 Milliarden Euro.

"Im zweiten Quartal dieses Jahres konnten die Dax-Konzerne von der nach wie vor starken Wachstumsdynamik in Deutschland und einigen ausländischen Märkten - allen voran China - profitieren", sagte Thomas Harms, Partner bei Ernst & Young.

Zahlen deuten auf Abschwächung des Aufschwungs hin

Gleichzeitig deuteten die Zahlen aber schon auf eine Abschwächung des Aufschwungs hin. "Zum einen sehen wir jetzt die längst erwartete Normalisierung der Entwicklung, die sich schon aus dem Auslaufen der Nachholeffekte ergibt - der Boom hat seinen Zenit überschritten", sagte Harms.

"Zum anderen sind in den vergangenen Monaten die Konjunkturrisiken deutlich größer geworden: Vor allem die Schuldenkrisen in Europa und den USA führen zu einer erheblichen Verunsicherung der Investoren."

Die ungelöste Dollar- und Euro-Krise bleibe ein Risikofaktor und bremse die Zuversicht der Unternehmen.

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