Ärzte Zeitung online, 15.08.2011

EZB kauft Staatsanleihen für 22 Milliarden

FRANKFURT/MAIN (dpa). Im Kampf gegen die Euro-Krise schmeißt die Europäische Zentralbank (EZB) die Notenpresse an: Erstmals seit Februar haben die Währungshüter wieder Staatsanleihen von klammen Euro-Staaten gekauft, wie die Währungshüter am Montag in Frankfurt am Main mitteilten.

Dafür griffen sie mit 22 Milliarden Euro ungewöhnlich tief in die Kasse. Die EZB hat damit Staatsanleihen im Wert von 96 Milliarden Euro in ihren Büchern stehen, vor allem griechische, portugiesische und irische. Zuletzt dürfte sie aber insbesondere Papiere aus Spanien und Italien gekauft haben.

Die Zuspitzung der Euro-Schuldenkrise hatte die Währungshüter Anfang August zum Handeln gezwungen. Der EZB-Rat beschloss bei seiner turnusmäßigen Sitzung, wieder Staatsanleihen zu kaufen. Beobachtern zufolge erwarben die Währungshüter zunächst Papiere der Euro-Krisenländer Irland und Portugal.

Kurz darauf signalisierte die EZB, auch spanische und italienische Staatsanleihen zu kaufen, nachdem die Renditen der Papiere in die Höhe schossen und es für Madrid und Rom immer teurer wurde, sich frisches Geld zu besorgen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hypertonie in jungen Jahren erhöht Risiko für den Nachwuchs

Das Alter, in dem sich ein Bluthochdruck manifestiert, beeinflusst nicht nur die persönliche Prognose eines Patienten, sondern wohl auch das Erkrankungsrisiko seiner Kinder. mehr »

Medienanamese künftig Bestandteil der U-Untersuchungen?

Schon bei Babys und Kleinkindern machen sich die Folgen übermäßigen Medienkonsums bemerkbar. Das geht aus der neuen BLIKK-Studie hervor. Pädiater reagieren besorgt. mehr »

Deutsche überschätzen Ebola-Gefahr und unterschätzen Masern

Im Mittelpunkt medialer Berichterstattung stehen meist große globale Bedrohungen wie Ebola und Zika. Doch Experten haben ganz andere übertragbare Erkrankungen im Visier. mehr »