Ärzte Zeitung, 14.11.2011

Teure Policenkündigungen?

KÖLN (akr). Nach einer Studie der Uni Bamberg haben Anleger durch die Kündigung von Lebens- und Rentenversicherungen in den vergangenen zehn Jahren Schäden von bis zu 160 Milliarden Euro erlitten.

Für die Hochrechnung hat der Finanzwirtschaftler Professor Andreas Oehler 1115 Fälle gekündigter Verträge von Kunden ausgewertet, die sich an die Verbraucherzentrale Hamburg gewandt hatten.

"75 Prozent aller auf 30 Jahre angelegten Verträge werden vorzeitig gekündigt", sagte Oehler. Für die Berechnung legte er den Rückkaufswert der Policen zugrunde.

Außerdem errechnete er, was die Kunden bekommen hätten, wenn sie ihr Geld sicher in Bundeswertpapieren angelegt hätten.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft bestreitet das Ergebnis. "Die vorgenommene Hochrechnung auf Grundlage von Einzelfällen ist unseriös und unwissenschaftlich", so Sprecher Hasso Suliak.

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Finanzen/Steuern (10317)

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