Ärzte Zeitung, 23.11.2011

Renten könnten bis 2025 um 35 Prozent steigen

BERLIN (dpa). Die Renten in Deutschland könnten bis zum Jahr 2025 um insgesamt rund 35 Prozent steigen. Dies entspricht einer durchschnittlichen Steigerungsrate von gut 2 Prozent pro Jahr, heißt es im aktuellen Rentenversicherungsbericht der Bundesregierung.

Ein Sprecher des Bundesarbeitsministeriums sagte: "Das ist kein Versprechen, sondern eine reine Modellrechnung."

Zwischen 2004 und 2010 hatte es für die rund 20 Millionen Rentner vier Nullrunden gegeben, 2011 hatten sie sich mit einer Erhöhung von rund einem Prozent zufriedengeben müssen. Die Renten orientieren sich jeweils an der Lohnentwicklung des Vorjahres.

Rentenversicherungsbericht gebilligt

Das Bundeskabinett hatte den Rentenversicherungsbericht vergangene Woche gebilligt. Er beschreibt "mittels Modellrechnungen die zukünftige Entwicklung der Rentenfinanzen in den kommenden 15 Jahren".

Diesen Modellrechnungen sind bestimmte Annahmen zugrunde gelegt. Zum Beispiel, dass die (West-) Löhne von 2016 bis 2025 um jeweils 2,9 Prozent pro Jahr klettern - und dass sich die Beschäftigung in einem mittleren Pfad entwickelt.

Zuwächse zeichnen sich ab

Kommt es anders, schlägt das auch auf die Rentenerhöhungen durch. Zum 1. Juli 2012 zeichnet sich ein Zuwachs von 2,3 Prozent im Westen und 3,2 Prozent im Osten ab. Endgültig steht das aber erst im kommenden Frühjahr fest.

Sollten sich die Erwartungen bestätigen, erhielte ein Standardrentner nach 45 Beitragsjahren im kommenden Jahr einen Zuschlag von monatlich knapp 28,50 Euro im Westen und rund 35 Euro im Osten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Weiterbildung auch mit Kind zügig möglich - im Verbund!"

Eine strukturierte Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt für die "Ärzte Zeitung" auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »