Ärzte Zeitung, 13.01.2012

Hörgeräte-Unternehmer Kind für höhere Steuern für Großverdiener

BARSINGHAUEN (dpa). Der Hörgeräte-Unternehmer und Präsident des Fußball-Bundesligisten Hannover 96, Martin Kind, hat sich erneut dafür ausgesprochen, Großverdiener stärker zu besteuern.

"Wir brauchen einen Schuldenabbau. Ich bin sehr für Steuererhöhungen für hohe Einkommen. Aber nur, wenn es zweckgebunden ist. Denn wir beuten jetzt schon unsere Kinder und Kindeskinder aus", sagte Kind in Barsinghausen beim Neujahrsempfang des Niedersächsischen Fußballverbandes. Der Millionär ist auch Präsident des Fußball-Bundesligisten Hannover 96.

Bereits im vergangenen Jahr hatte Kind zusammen mit Musiker Marius Müller-Westernhagen, Versandhändler Michael Otto und Versicherungsunternehmer Jürgen Hunke eine höhere Besteuerung von Vermögenden gefordert.

Den im Dezember von der SPD gefassten Beschluss, einen neuen Spitzensteuersatz von 49 Prozent für Jahreseinkommen ab 100 000 Euro einführen zu wollen, hält Kind jedoch für falsch.

"Damit würden die Leistungsträger unserer Gesellschaft demotiviert." Nach Meinung von Kind sollten lediglich Großverdiener höhere Steuern zahlen.

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