Mittwoch, 1. Juli 2015
Ärzte Zeitung, 28.01.2013

Platow-Empfehlung

Volkswagen hat Luxusprobleme

Probleme dieser Art hätte Otto Normalverdiener gerne: Weil Volkswagen im vergangenen Jahr Rekorde eingefahren hat, droht das Gehalt von Cheflenker Martin Winterkorn auf mehr als 20 Millionen Euro anzuschwellen.

Die Wolfsburger wollen indes unbedingt eine Debatte um überzogene Vorstandsgehälter vermeiden. Deshalb sollen zur Bilanzvorlage einpaar Millionen "verschwunden" sein. Vielleicht durch eine großzügige Spende?

VW-Aktionäre sehen den Millionenregen entspannt. Immerhin haben sie binnen sechs Monaten 50 Prozent verdient, die Vorzugsaktie notiert auf Allzeithoch. Auch ihr Plus summiert sich auf 29 Prozent.

Winterkorns Warnung vor schwierigen Zeiten kommt im Kurs jedenfalls bislang nicht an, der Aufwärtstrend ist mustergültig.

Die Rekordfahrt muss bei einem 2013er Kurs-Gewinn-Verhältnis von 7,4 nicht so schnell enden, zumal VW in den Schwellenländern stark ist und jetzt auch im nordamerikanischen Markt auf die Tube drückt. Vor wenigen Tagen wurde das hundertste Werk eröffnet, bezeichnenderweise in Mexiko.

Der Mix aus solidem Wachstum und günstiger Bewertung überzeugt, weshalb Neuanleger bis 172 Euro akkumulieren.

|
Topics
Schlagworte
Finanzen/Steuern (9488)
Organisationen
Volkswagen (113)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Sterbehilfe-Debatte: "Niemand von uns weiß, wie das geht - das Sterben"

Morgen diskutiert der Bundestag das schwierige Thema Sterbehilfe. Vier äußerst unterschiedliche Gesetzentwürfe und ein Antrag liegen vor - ein Überblick. mehr »

Druck auf Klinikärzte: "Viele sind ausgebrannt"

Der ökonomische Druck in Kliniken wächst. Der Bremer Arzt und Medizinethiker, Professor Karl-Heinz Wehkamp, hat Klinikärzte nach ihren Erfahrungen gefragt - die Antworten sind teils verheerend, wie er im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung" schildert. mehr »

Vorhofflimmern: Sport lindert Rhythmusstörungen

Bewegung schützt nicht nur generell vor kardiovaskulären Erkrankungen - sie kann auch Patienten, die bereits unter Vorhof­flimmern leiden, eine deutliche Linderung bringen. Das zeigt eine aktuelle Studie. mehr »