Dienstag, 4. August 2015
Ärzte Zeitung, 28.01.2013

Platow-Empfehlung

Volkswagen hat Luxusprobleme

Probleme dieser Art hätte Otto Normalverdiener gerne: Weil Volkswagen im vergangenen Jahr Rekorde eingefahren hat, droht das Gehalt von Cheflenker Martin Winterkorn auf mehr als 20 Millionen Euro anzuschwellen.

Die Wolfsburger wollen indes unbedingt eine Debatte um überzogene Vorstandsgehälter vermeiden. Deshalb sollen zur Bilanzvorlage einpaar Millionen "verschwunden" sein. Vielleicht durch eine großzügige Spende?

VW-Aktionäre sehen den Millionenregen entspannt. Immerhin haben sie binnen sechs Monaten 50 Prozent verdient, die Vorzugsaktie notiert auf Allzeithoch. Auch ihr Plus summiert sich auf 29 Prozent.

Winterkorns Warnung vor schwierigen Zeiten kommt im Kurs jedenfalls bislang nicht an, der Aufwärtstrend ist mustergültig.

Die Rekordfahrt muss bei einem 2013er Kurs-Gewinn-Verhältnis von 7,4 nicht so schnell enden, zumal VW in den Schwellenländern stark ist und jetzt auch im nordamerikanischen Markt auf die Tube drückt. Vor wenigen Tagen wurde das hundertste Werk eröffnet, bezeichnenderweise in Mexiko.

Der Mix aus solidem Wachstum und günstiger Bewertung überzeugt, weshalb Neuanleger bis 172 Euro akkumulieren.

|
Topics
Schlagworte
Finanzen/Steuern (9531)
Organisationen
Volkswagen (113)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Neuer Report enthüllt: Wie US-Psychologen der CIA beim Foltern halfen

Ein aktueller Report erhebt schwere Vorwürfe gegen den wichtigsten US-Psychologenverband: Ranghohe Mitglieder sollen Geheimdienste und Militärs bei Foltermethoden unterstützt haben. mehr »

Zuweisungen aus Gesundheitsfonds: Kassen spannen Ärzte für
Tricksereien ein

Die Rücklagen schmelzen, der Kampf um die Zusatzbeiträge wird härter: Kassen versuchen daher mit nachträglichen "Diagnoseprüfungen" zusätzlich Geld beim Gesundheitsfonds locker zu machen. Die Aufsichtsbehörde geht dagegen vor. mehr »

TK-Studie: Jede MRE-Infektion verursacht
17.500 Euro Mehrkosten

Die medizinische Versorgung von mit multiresistenten Erregern (MRE) infizierten Personen verursacht für die Krankenkassen jährliche Mehrkosten in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro. Das hat eine Studie des Wissenschaftlichen Instituts der Techniker Krankenkasse (WINEG) ergeben. mehr »