Ärzte Zeitung, 04.02.2013

Platow-Empfehlung

Jenoptik enttäuscht ein wenig

Richtig zufrieden reagierten die Anleger nicht auf die ersten Zahlen des Technologiekonzerns Jenoptik. Zwar haben die Thüringer ihren Umsatz 2012 um knapp acht Prozent auf rund 585 Millionen Euro erhöht und den Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf mehr als 54 Millionen Euro gesteigert.

Der Ausblick auf 2013 fiel jedoch sehr verhalten aus. So erwartet CEO Michael Mertin höchstens fünf Prozent mehr Umsatz. Das EBIT soll mit 50 bis 55 Millionen Euro bestenfalls stagnieren, abhängig davon, wie die Halbleiterproduzenten im zweiten Halbjahr bestellen.

Darüber hinaus dürften der Ausbau des Vertriebs, Produktinnovationen und die Zusammenlegung der Standorte in den USA und Deutschland den Konzern noch ein paar Millionen kosten.

Mittelfristig will Jenoptik von diesen Projekten natürlich profitieren, und so zeichnen die Thüringer ab 2014 wieder ein Wachstumsszenario. Schließlich soll der Umsatz bis 2017 auf rund 800 Millionen Euro steigen.

Und auch für 2013 ist das letzte Wort wohl noch nicht gesprochen, so hatte der Konzern auch in den vergangenen beiden Jahren (zu) konservativ geplant. Die Aktie wird jedenfalls weiter zum Kauf empfohlen. Neuinvestoren nutzen die Konsolidierung zum Einstieg.

Topics
Schlagworte
Finanzen/Steuern (10146)
Organisationen
Jenoptik (11)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Metastasen

Immer mehr Männer mit Prostatakrebs in den USA haben schon bei der Diagnose Metastasen. Ihr Anteil hat sich fast verdoppelt. Auch die Inzidenz solcher Tumoren nimmt zu. mehr »

Deutsches Defizit

Diabetes-Prävention, Strategien gegen Polypharmazie, digitale Versorgungsangebote: Neue Initiativen gibt es zuhauf. Doch Patienten müssen davon wissen. Genauo daran hapert es aber. mehr »

"Einfache Ersttherapie ist für fast alle Patienten möglich"

Die antiretrovirale Therapie ist bei neu diagnostizierter HIV-Infektion stets angezeigt, und zwar unabhängig vom Stadium der Infektion oder der Helferzellzahl. mehr »