Ärzte Zeitung, 20.08.2013

Mini-Zinsen

Privatanleger reagieren kaum auf Verluste

KRONBERG. Die Mehrheit der privaten Anleger in Deutschland zieht nach einer Umfrage keine Konsequenzen aus der aktuell niedrigen Verzinsung ihrer Sparanlagen.

Obwohl die Inflation über dem Zinsertrag liegt und Sparer deshalb real Geld verlieren, hätten nur 16 Prozent ihr Portfolio angepasst und dabei minimal verzinste Anlagen wie Sparbuch oder Festgeld reduziert, so Fondsgesellschaft Fidelity mit.

Bei der repräsentativen Umfrage, die das Marktforschungsinstitut YouGov im Auftrag von Fidelity im Juli unter 1066 Erwachsenen durchführte, gaben weitere 8 Prozent an, eine Anpassung ihres Portfolios zu planen.

"Einem großen Teil der deutschen Privatanleger ist durchaus bewusst, dass sie mit ihren liebgewonnenen Sparformen wie dem Sparbuch oder Bundesanleihen in den kommenden Jahren nicht in der Lage sein werden, ihr Vermögen vor Verlusten durch Inflation zu schützen", sagte Andreas Feiden, Leiter des Privatanlegergeschäfts bei Fidelity.

52 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass die Zinsen frühestens in drei Jahren wieder über der Inflationsrate liegen werden. (dpa)

Topics
Schlagworte
Finanzen/Steuern (10398)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Gefahr im Vekehr oder alles im grünen Bereich?

Patienten, die Cannabispräparate in Dauermedikation haben, dürfen am Straßenverkehr teilnehmen. Eine wissenschaftliche Debatte über ein erhöhtes Verkehrssicherheitsrisiko wurde noch nicht geführt. mehr »

Frau hat keinen Anspruch auf Schmerzensgeld

Hat eine Frau Anspruch auf Schmerzensgeld, wenn ein Arztfehler zu Impotenz des Mannes führt? Das OLG Hamm verneint – und gibt eine Begründung. mehr »

Tausende Pfleger ergreifen die Flucht

Großbritannien gehen die Pflegekräfte aus: Zu groß ist die Unzufriedenheit mit dem System. Sie zeigt sich zunehmend auch bei Patienten. mehr »