Wirtschaftsinstitut

RWI will Ende der kalten Progression

Veröffentlicht:

ESSEN. Die umstrittene kalte Progression im Steuerrecht sollte nach Auffassung des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) schnell abgeschafft werden.

"Aufgrund der günstigen Wirtschaftslage sowie der anhaltend niedrigen Inflation ist jetzt der richtige Zeitpunkt für eine Reform", schreibt das RWI in einer am Mittwoch veröffentlichten Stellungnahme.

Die Steuerzahler würden bei einem solchen Schritt laut RWI im Schnitt um jährlich 98 Euro entlastet. Dem Fiskus entgingen in den Jahren 2015 und 2016 je nur knapp 3,8 Milliarden Euro. Wegen der derzeit hohen Steuereinnahmen wäre eine Abschaffung auch ohne Gegenfinanzierung bei den Einnahmen vertretbar, erklärte das RWI.

Eine Abschaffung würde außerdem zu den jahrelangen Reformbemühungen passen, vor allem mittlere Einkommensgruppen zu entlasten.Durch die kalte Progression gleiten Arbeitnehmer bei Gehaltszuwächsen automatisch in einen höheren Steuertarif, der den größten Teil vom Gehaltsplus wieder aufzehrt.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat einen Entwurf zur Abschaffung seit 2013 in der Schublade. Aus seiner Sicht besteht wegen des Widerstandes der Länder aber aktuell "nicht der Hauch einer Chance" für die Umsetzung, wie er vor wenigen Tagen erklärt hatte. Die Länder wollten auf die Mehreinnahmen nicht verzichten. (dpa)

Schlagworte:
Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Interview

STIKO-Chef Überla: RSV-Empfehlung kommt wohl bis Sommer

NHANES-Analyse

Bei Hörminderung: Hörgeräteträger leben länger

Hauptstadtdiabetologinnen

Ein Netzwerk für Diabetologinnen

Lesetipps
Neue Hoffnung für Patienten mit Glioblastom: In zwei Pilotstudien mit zwei unterschiedlichen CAR-T-Zelltherapien blieb die Erkrankung bei einigen Patienten über mehrere Monate hinweg stabil. (Symbolbild)

© Richman Photo / stock.adobe.com

Stabile Erkrankung über sechs Monate

Erste Erfolge mit CAR-T-Zelltherapien gegen Glioblastom

Die Empfehlungen zur Erstlinientherapie eines Pankreaskarzinoms wurden um den Wirkstoff NALIRIFOX erweitert.

© Jo Panuwat D / stock.adobe.com

Umstellung auf Living Guideline

S3-Leitlinie zu Pankreaskrebs aktualisiert