Ärzte Zeitung App, 19.08.2014

Digitaler Kontoauszug

Fiskus lässt Papierausdruck nicht gelten

Elektronische Kontoauszüge gelten nur als Beweismittel, wenn sie als Datei aufbewahrt werden.

NEU-ISENBURG. Arztpraxen, die Online-Banking nutzen, sollten ihre Kontoauszüge - sofern sie diese ebenfalls auf elektronischem Wege erhalten - nicht nur in Papierform aufbewahren.

Denn wie aus einem Verfügungsschreiben des Bayerischen Landesamtes für Steuern (Nr.: S 0317.1.1-3/3 St42) hervorgeht, verstößt das Ausdrucken des Kontoauszugs und das anschließende Löschen des digitalen Dokuments gegen die Aufbewahrungspflichten nach den Paragrafen 146 und 147 Abgabenordnung (AO).

Beweisrechtlich seien die ausgedruckten Kontoauszüge in diesem Fall nicht einem "originären Papierkontoauszug" gleichzustellen. Laut Landesamt stellen sie vielmehr nur "eine Kopie des elektronischen Kontoauszugs" dar.

Das heißt, die Praxis muss die Dateien für mindestens zehn Jahre speichern. Und zwar so, dass sie jederzeit lesbar gemacht werden können und nicht ohne Kenntlichmachung überschrieben, gelöscht oder verändert werden können. (reh)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »