Ärzte Zeitung, 19.01.2015

Anlagen-Kolumne

Deutsche Börse wieder besser als Wall Street

Von Jens Ehrhardt

Das neue Jahr verspricht, ein sehr volatiles zu werden. Bereits in den ersten zwei Wochen gab es so viele dreiprozentige Intraday-Kursbewegungen, wie im gesamten Vorjahr zusammen.

Volatilität ist anstrengend, wenn man die Kurse permanent verfolgt.

Für strategische Investoren bieten solche Phasen aber durchaus Chancen. Volatilität ist ein hervorragender Stimmungsindikator für Kaufsignale, weil die Phasen hoher Volatilität meist nur kurz andauern.

Anleger sollten daher warten, bis die Volatilität deutlicher steigt, was in der Regel Hand in Hand mit fallenden Kursen einhergeht.

Diese Situation ist gerade in den USA eingetreten. Dort haben schwache Öl- und Rohstoffpreise den Gesamtmarkt belastet. Gleichzeitig wird immer deutlicher, dass der starke Dollar das US-Wachstum etwas bremsen wird.

Dazu passend wurden jüngst einige Konjunkturdaten veröffentlicht, die schwächer als vom Markt erwartet ausfielen.

Für Anleger, die keine grundsätzlich negative Erwartung an die US-Börsenentwicklung haben, ergeben sich derzeit Kaufgelegenheiten gemäß der Strategie "buy the dips", die in den USA seit einigen Jahren funktioniert.

Interessant wird jetzt aber auch die Abkoppelung des deutschen Marktes. Der DAX hat es in den letzten Wochen geschafft, dem negativen Trend der Wall Street zu trotzen und entwickelt sich auffällig besser.

Es ist durchaus möglich, dass der DAX über seine Hochs bei 10.093 Punkten ausbricht, denn der schwache Euro wird den Exportunternehmen helfen. Im Vorquartal betrug der Rückenwind durch den starken US-Dollar etwa acht Prozent.

Das ist eine signifikante Entlastung zum 3. Quartal 2014, als der Gegenwind noch etwa fünf Prozent betrug.

Zudem besteht für Deutschland durchaus Nachholpotenzial, denn 2014 liefen deutsche Aktien unter anderem der Ukrainekrise wegen deutlich schlechter als der Weltindex.

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