Ärzte Zeitung online, 02.01.2009

Chance für IGeL-Ärzte: "Nicht mehr rauchen" ist häufiger Neujahrsvorsatz

BERLIN (maw). Gehen die Bundesbürger mit ihren guten Vorsätzen für das neue Jahr gewissenhaft um, so könnte das die Nachfrage für Raucherentwöhnungskurse auf IGeL-Basis erhöhen. Denn: "Nicht mehr rauchen" ist ein häufiger Neujahrsvorsatz. Bundesweit raucht etwa jeder Vierte noch. Jeder zweite Raucher (54 Prozent) will unabhängig vom Jahreswechsel aufhören, wie eine repräsentative infas-Umfrage unter 3370 Bundesbürgern ab 16 Jahren im Auftrag der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände ergab.

Besonders in Hessen sei der Wunsch verbreitet, Nichtraucher zu werden: Hier wollen drei Viertel (73 Prozent) ohne Zigaretten leben. Anders in Sachsen, dort wolle sich nicht einmal jeder Dritte (31 Prozent) vom Glimmstängel verabschieden. Wichtigstes Motiv sei die Gesundheit. 73 Prozent der Raucher nennen sie als Grund, das Rauchen aufgeben zu wollen. Je schlechter der Gesundheitszustand bereits sei, desto größer sei auch der Wunsch, nicht mehr zu rauchen. Finanzielle Gründe stünden für 16 Prozent im Vordergrund.

Drei Viertel der Raucher (71 Prozent) stellen sich einen Rauchstopp ganz einfach vor und "wollen einfach nicht mehr rauchen". Offenbar nimmt die Hoffnung, so einfach von Zigaretten los zu kommen, mit dem Alter ab. Vier von fünf Menschen unter 29 Jahren meinten, für einen Rauchverzicht keine Hilfe zu brauchen. In der Altersgruppe der Rentner sei es nur noch jeder Zweite. Zu Hilfsmitteln wie Nikotinkaugummis wollten etwa 13 Prozent der Befragten greifen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Weiterbildung auch mit Kind zügig möglich - im Verbund!"

Eine strukturierte Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt für die "Ärzte Zeitung" auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »