Ärzte Zeitung, 06.04.2016

Ärzte

Immer mehr sind unter 40

BERLIN. Zum dritten Mal in Folge gibt es in Deutschland mehr Vertragsärzte und -psychotherapeuten unter 40 Jahren. Das geht aus dem jüngst vorgelegten Geschäftsbericht der KBV für 2015 hervor, der sich auf Zahlen zum Stichtag 31. Dezember 2014 beruft.

Demnach waren 9295 Ärzte und Psychotherapeuten (sechs Prozent) jünger als 40 - im Vorjahr waren es 8710 (5,7 Prozent). 2012 lag die Zahl bei 8121 (5,4 Prozent).

Ärzte Zeitung rückt junge Ärzte in Fokus

Mit einer neuen Themen-Seite will die "Ärzte Zeitung" ab sofort vermehrt junge Ärzte in Studium und Weiterbildung in den Blick nehmen.

Hier geht's zur Seite!

Seit 1995, dem Höhepunkt der sogenannten Ärzteschwemme (19.502 Ärzte und Psychotherapeuten unter 40, 17,9 Prozent), ist die Zahl bis auf einen Ausreißer im Jahr 1999 stetig gesunken. Ihren bisherigen Tiefpunkt erreichte sie 2011 mit 7888 und 5,3 Prozent - das waren 11.614 junge Ärzte und Psychotherapeuten weniger als vor 20 Jahren.

Zeitgleich steigt die Zahl der Vertragsärzte und -psychotherapeuten, die älter als 60 Jahre sind, seit Beginn der Erhebung (1995: 9951, 9,1 Prozent) stetig an (2014: 42.075 und 27,1 Prozent).

Der Sachverständigenrat für Gesundheit mahnt, gerade in Bezug auf Allgemeinmediziner, seit Jahren an, dass zu wenige junge Ärzte nachkommen, um die immer größer werdende Versorgungslücke zu schließen. (aze)

Topics
Schlagworte
Junge Ärzte (607)
Berufspolitik (17369)
Organisationen
KBV (6533)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hypertonie in jungen Jahren erhöht Risiko für den Nachwuchs

Das Alter, in dem sich ein Bluthochdruck manifestiert, beeinflusst nicht nur die persönliche Prognose eines Patienten, sondern wohl auch das Erkrankungsrisiko seiner Kinder. mehr »

Medienanamese künftig Bestandteil der U-Untersuchungen?

Schon bei Babys und Kleinkindern machen sich die Folgen übermäßigen Medienkonsums bemerkbar. Das geht aus der neuen BLIKK-Studie hervor. Pädiater reagieren besorgt. mehr »

Deutsche überschätzen Ebola-Gefahr und unterschätzen Masern

Im Mittelpunkt medialer Berichterstattung stehen meist große globale Bedrohungen wie Ebola und Zika. Doch Experten haben ganz andere übertragbare Erkrankungen im Visier. mehr »
Serie: Wegweiser Weiterbildung