Ärzte Zeitung, 05.07.2016

Weiterbildung

BVOU kritisiert Bedingungen für Förderung

Seit Juli sollen neue Vergütungsregeln junge Ärzte in die Ambulanz bringen - doch es gibt auch Kritik.

BERLIN. Der Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. (BVOU) kritisiert, dass orthopädische und unfallchirurgische Praxen von der neuen Förderung der Weiterbildung im ambulanten Bereich nicht profitieren werden.

Denn finanziert werden sollen nur Facharztgruppen, für die eine optionale ambulante Weiterbildungszeit von mindestens 24 Monaten vorgesehen ist, teilt der Verband mit.

Die Neuerungen sind seit Juli in Kraft. Im Fachgebiet Orthopädie und Unfallchirurgie werden aber maximal 18 Monate Weiterbildungszeit in einer Praxis von den Landesärztekammern anerkannt.

Üblich sind 12 Monate.BVOU-Präsident Dr. Johannes Flechtenmacher fordert deshalb, die Weiterbildung in Praxen bereits ab zwölf Monaten zu fördern: "Auch in Facharztgruppen, in denen noch kein Nachwuchsmangel wie im hausärztlichen Bereich herrscht, ist die finanzielle Förderung der ambulanten Weiterbildung nötig". (eb)

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