Ärzte Zeitung online, 14.08.2008

Zahl der Patienten aus dem Ausland sinkt nach Fußball-WM

GELSENKIRCHEN (akr). Die Zahl der Patienten aus dem Ausland, die in deutschen Kliniken behandelt werden, stagniert. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Gelsenkirchener Instituts Arbeit und Technik. Die Standorte Berlin und München können Zuwächse verzeichnen, Nordrhein-Westfalen dagegen verliert Gastpatienten.

Der Untersuchung zufolge behandelten deutsche Kliniken im Jahr 2006 etwa 53 700 Patienten mit Wohnort im Ausland, 2005 waren es knapp über 54 000. Dabei hat die Fußballweltmeisterschaft 2006 dazu beigetragen, dass an den Spielorten etwa 900 Patienten mehr aus dem Ausland behandelt wurden als im Vorjahr.

"Lediglich Bayern und Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern können auf ein kontinuierliches Wachstum bei der Zahl der Gastpatienten verweisen", teilt das Institut mit. In Berlin und München stieg die Zahl der Patienten aus dem Ausland jeweils um 500. Nordrhein-Westfalen dagegen hat seit 2004 rund 1500 Gastpatienten verloren.

Die meisten der Gastpatienten stammen aus den Nachbarländern, etwa 40 000 von ihnen waren als Touristen gekommen. Begehrte reiche Patienten aus der Golfregion waren jedoch nur selten anzutreffen. Ihre Zahl lag noch unter der von Patienten aus Luxemburg. Aus dem Beneluxland sahen etwa 1700 Patienten eine deutsche Klinik von innen.

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