Ärzte Zeitung, 28.10.2008

Grünes Licht für Kompetenzzentrum Arzneiforschung

Investitionen in Höhe von 17,3 Millionen Euro für neues Pharma-Institut an der Universität Greifswald

GREIFSWALD (maw). Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern hat gestern die endgültige Genehmigung für den Neubau eines Kompetenzzentrums zur Arzneimittelforschung in Greifswald erteilt.

Das Greifswald Center of Drug Absorption and Drug Transport wird auf dem Naturwissenschaftlichen Campus der Universität in der Hansestadt angesiedelt. Das Investitionsvolumen für den Life-Science-Bau beläuft sich nach Angaben der Universität auf 17,3 Millionen Euro.

"Das ist ein guter Tag für Greifswald", begrüßte auch Heyo K. Kroemer, Dekan der Medizinischen Fakultät und Pharmakologe, die Entscheidung des Bonner Gremiums. "Neben Greifswald konnte sich in den neuen Bundesländern lediglich Cottbus unter den 17 Teilnehmern der Endrunde durchsetzen. Der Erfolg ist die Bestätigung für den Greifswalder Weg, konsequent auf Forschungskonzentration und interdisziplinäre Zusammenarbeit zu setzen."

"In knapp zwei Jahren werden in Greifswald unter modernsten Laborbedingungen allgemeine und klinische Pharmakologen, pharmazeutische Technologen und Biotechnologen sowie Radiologen und weitere Wissenschaftler unter einem Dach forschen. Das ist in der Form einzigartig", betonte Kroemer.

Die Arbeitsschwerpunkte liegen dabei in der Erforschung der verbesserten Wirkungsweise und Aufnahme von Medikamenten im menschlichen Körper. "Die medizinisch-pharmakologische Spitzenforschung entwickelt sich somit zunehmend zum Aushängeschild und Markenzeichen für Greifswald", so Kroemer.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Personal-Notstand auf deutschen Intensivstationen

Auf deutschen Intensivstationen fehlen mehr als 3000 Spezialpflegekräfte. Die Krankenhäuser wollen reagieren. Das Personal denkt über einen Großstreik nach. mehr »

HIV-Impfung generiert Immunantwort

Eine Impfung gegen HIV ist in frühen klinischen Studien. Erste Ergebnisse sind positiv. mehr »

Warum die Putzhilfe glücklich macht

Putzen, Wäsche waschen, Kochen: Viele Menschen empfinden all das als nervige Pflichten. Wer Geld hat, kann andere für sich arbeiten lassen - und fühlt sich dann zufriedener. Das haben Forscher herausgefunden. mehr »