Ärzte Zeitung, 02.04.2009

Klinikkosten in Brandenburg 2007 weiter gestiegen

POTSDAM (ami). Trotz leicht sinkender Personalkosten sind die Krankenhauskosten in Brandenburg im Jahr 2007 im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro gestiegen.

Die Personalkosten der 47 märkischen Akutkliniken betrugen 2007 nach Angaben des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg eine Milliarde Euro und machten damit 58,3 Prozent der Gesamtkosten aus. Im Vergleich zum Vorjahr sind sie um 0,5 Prozent gefallen. Das entspricht einer Einsparsumme von 5,5 Millionen Euro. Die durchschnittlichen Personalkosten je Vollkraft stiegen den Angaben zufolge allerdings um 3,6 Prozent auf 48 668 Euro.

Hinter dieser Kostenentwicklung deutet sich eine Verschiebung der Personalanteile an. So nahm die Zahl der Vollkräfte im ärztlichen Dienst laut Statistik um knapp zwei Prozent auf 3367 zu, während die Zahl der Vollkräfte im Pflegedienst um 1,8 Prozent auf 8462 sank. Die Gesamtzahl der Vollkräfte sank von 21 392 auf 20 542 um fast vier Prozent. Die Sachkosten nahmen um 9,2 Prozent oder 57,5 Millionen Euro zu.

Insgesamt nahmen die Kosten der Akutkliniken um 57,8 Millionen Euro oder 3,5 Prozent zu. Dabei ist ein neu eingerichteter Ausbildungsfonds der Krankenhäuser noch nicht berücksichtigt. Er verursachte Zusatzkosten von 1,7 Millionen Euro.

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