Ärzte Zeitung, 22.09.2009

QM-ABC

Gerätesicherheit

"Worst case" in der Patientenversorgung: Nach einer Desensibilisierung kommt es zum anaphylaktischen Schock mit der Notwendigkeit einer Defibrillation. Einen Defibrillator gibt es, allerdings ist er kaputt. Zugegeben ein nicht alltäglicher Fall, aber dennoch ein durchaus gewichtiges Argument für regelmäßige Gerätekontrollen.

Neben der medizinischen Fachkompetenz ist die Gerätesicherheit in einer zunehmend technisch ausgerichteten Medizin ein nicht zu unterschätzender Qualitätsfaktor. Dem tragen auch die vielen gesetzlichen Regelungen zum Umgang mit Geräten Rechnung. Den Maßstab im Zusammenhang mit der Anwendung von Medizingeräten setzt in erster Linie die Medizinproduktebetreiber-Verordnung (MPBetreibV).

Sie sieht unter anderem vor, dass alle medizinischen Geräte einer Betriebsstätte erfasst werden unter Angabe der genauen Gerätedaten und des Standortes. Festgelegt sind darüber hinaus die Anforderungen an die sicherheits- und messtechnischen Kontrollen sowie an die Qualifikation der Geräteanwender.

Ein systematisches Qualitätsmanagement wird diesen Anforderungen durch die Aufstellung eines Bestandsverzeichnisses gerecht, in dem alle eingesetzten Medizingeräte aufgeführt sind. Ein Wartungsplan hierzu legt die erforderlichen Wartungsintervalle und die Zuständigkeiten fest. Service- und Prüfberichte dienen der Nachweisführung.

Die qualifizierte Einweisung aller Anwender in die Handhabung wird im Gerätebuch dokumentiert, sodass auch hierzu eine Nachweisführung möglich ist. Die Maßnahmen verringern die Geräterisiken und dienen gleichzeitig der Haftpflichtprophylaxe.

Das QM-ABC stammt von Theresia Wölker und Dr. Heike Johannes, den Autorinnen des "Arbeitshandbuchs Qualitätsmanagement", erschienen im Verlag der "Ärzte Zeitung".

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