Ärzte Zeitung online, 11.08.2010

Uniklinik Jena verteidigt millionenschwere Mehrkosten für Neubau

JENA (reh). Das Universitätsklinikum Jena verteidigt jetzt die Mehrkosten in zweistelliger Millionenhöhe für den Klinik-Neubau. Die Kostenentwicklungen seien bereits seit Langem bekannt gewesen, erklärt der Klinikvorstand. Letzte Woche wurde öffentlich, dass sich die Kosten nunmehr auf 286 Millionen Euro statt der geplanten 225 Millionen Euro belaufen.

Uniklinik Jena verteidigt millionenschwere Mehrkosten für Neubau

Neubau in der Kritik: Die Klinikleitung am UK Jena verteidigt die Mehrkosten.

© Bild13 / imago

Die 61 Millionen Euro Mehrkosten bewegten sich im Rahmen anerkannter Planungspraxis, so der Klinikvorstand in einer aktuellen Pressemitteilung. Mit 85 Millionen Euro werde das Klinikum zudem einen großen Teil der Kosten selbst tragen, sagt der Vorstandssprecher des Uniklinikums Rudolf Kruse. "Wir sehen auch vor diesem Hintergrund keine Optionen für Einsparungen, zumal es sich bei den diskutierten Summen nicht um Wunschlisten, sondern die Abdeckung absolut notwendiger Maßnahmen handelt."

Darüber hinaus sei der jetzt diskutierte Projektumfang im Verlauf der Bauplanungen jederzeit mit allen an der Finanzierung Beteiligten abgestimmt worden. Kruse: "Für ein Klinikum der Supra-Maximal-Versorgung ist es zwingend erforderlich, bei der Ausstattung höchste Anforderungen zugrunde zu legen und die modernen Entwicklungen zu berücksichtigen, vor allem bei der Medizintechnik."

Das Klinikum führt außerdem an, dass das Jenaer Universitätsklinikum das einzige Thüringer Krankenhaus sei, das bisher nicht vollständig saniert wurde. Auch die medizintechnische Ausstattung sei im Vergleich zu den anderen Thüringer Kliniken in den vergangenen Jahren nicht im gleichen Umfang modernisiert worden.

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