Ärzte Zeitung online, 26.11.2010

Münchner Kliniken sehen sich nach Hygieneskandal wieder auf gutem Weg

MÜNCHEN (sto). Der Hygieneskandal an den beiden Münchner Städtischen Kliniken Bogenhausen und Neuperlach ist nach Angaben der Klinikverwaltung überstanden. Die Bettenauslastung und das OP-Volumen in den beiden Krankenhäusern seien inzwischen wieder auf dem ursprünglichen Niveau.

Zwei Monate nach der Freigabe durch das Gesundheitsreferat der Landeshauptstadt München laufe der Betrieb in der Sterilgutaufbereitung am Standort Bogenhausen wieder störungsfrei, hieß es.

Mittelfristig strebe das Städtische Klinikum die Zertifizierung nach DIN ISO für ihre drei Sterilgutaufbereitungen an. In den Einrichtungen werden die Instrumente aus den Kliniken Bogenhausen, Schwabing und Harlaching aufbereitet. Der Erwerb der Zertifikate dauert etwa ein Jahr.

Trotz der heftigen Rückschläge mit Ertragseinbußen im zweistelligen Millionenbereich werde die Städtische Klinikum München GmbH in den nächsten fünf Jahren rund 300 Millionen Euro sowohl für die bauliche Modernisierung ihrer Standorte als auch für innovative Technologien und Ausstattungen im medizinischen Bereich ausgeben, teilte der Vorsitzende Geschäftsführer Franz Hafner mit.

Durch die Zusammenführung ihrer Einrichtungen zu einer Gesellschaft vor fünf Jahren habe das Städtische Klinikum die jährlichen Verluste von anfangs 16 Millionen Euro auf zuletzt unter drei Millionen Euro im vergangenen Jahr verringert.

Das für dieses Jahr geplante ausgeglichene Ergebnis verschiebe sich durch die Auswirkungen des Hygieneskandals jetzt auf das Jahr 2012.

"Die unverhoffte Ertragsdelle durch die Folgen des kurzzeitigen Steri-Ausfalls bringt uns nicht von unserem ehrgeizigen Vorhaben ab", erklärte Hafner. Allein für die Modernisierung des Klinikums Schwabing weise die mittelfristige Investitionsplanung über 100 Millionen Euro aus.

In diesem Zeitraum sollen fast 90 Millionen Euro für das Klinikum Harlaching und nahezu 40 Millionen Euro für den Standort Neuperlach ausgegeben werden. Für das Krankenhaus Bogenhausen seien Investitionen in Höhe von über 20 Millionen Euro vorgesehen.

Hinzu kommen verschiedene Projekte für medizinische Dienstleister der Städtischen Kliniken und für den Bereich Facility Management.

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