Ärzte Zeitung, 10.01.2011

Norddeutschland: Glatteis bringt Kliniken an Grenze

HAMBURG (di). Glatteisunfälle haben die Chirurgen in Norddeutschlands Krankenhäusern Ende vergangener Woche bis an die Schmerzgrenze arbeiten lassen.

Allein die Hamburger Asklepios Kliniken meldeten am Donnerstag bis 16 Uhr mehr als 200 Patienten, die als Opfer von Glatteisunfällen versorgt werden mussten.

Auch Krankenhäuser im benachbarten Schleswig-Holstein meldeten Mehrarbeit in der Notaufnahme von bis zu 50 Prozent wegen des plötzlich auftretenden Glatteises.

Die Patienten kamen mit Kopfplatzwunden, ausgekugelten Schultergelenken, Frakturen der Halswirbel, des Handgelenks, des Fußgelenks, des Ellenbogens sowie der Unter- und Oberschenkelknochen in die Krankenhäuser.

Die Notaufnahmen der Kliniken haben darauf zum Teil mit Sofortmaßnahmen reagiert. In der Asklepios Klinik in Hamburg-Barmbek etwa arbeiteten am vergangenen Donnerstag alle verfügbaren Chirurgen in der Notaufnahme mit.

Rund ein Drittel der Patienten wurde wegen der Schwere der Verletzung stationär aufgenommen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Werden europäische Männer immer unfruchtbarer?

Männern haben immer weniger Spermien. Direkte Rückschlüsse auf Fruchtbarkeit erlaubt das nicht – es könnte aber nur die Spitze eines Eisbergs gesundheitlicher Probleme sein. mehr »

Psychotherapie soll künftig Unifach werden

Ein einheitliches Berufsbild, Studium an der Uni. Die Psychotherapeutenausbildung steht vor umwälzenden Veränderungen. Kritiker vermissen beim Entwurf aber Konkretes zum Thema Weiterbildung. mehr »

Ist die menschliche Entwicklung am Ende?

Über Hunderttausende von Jahren ist der Mensch zu dem geworden, was er heute ist. Und nun? Ein Grimme-Preisträger fragt sich, ob Unsterblichkeit erstrebenswert ist und wohin uns die Evolution führen wird - oder kann der Mensch sie austricksen? mehr »