Ärzte Zeitung, 27.09.2011

Warnstreiks an Kliniken in München und Freiburg

MÜNCHEN/FREIBURG (dpa). Im Tarifstreit um mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen haben knapp 1000 Klinikärzte am Dienstag in München und Freiburg zeitweise ihre Arbeit niedergelegt.

Nach Angaben der Gewerkschaft Marburger Bund traten mindestens 400 Ärzte am Münchner Univeritäts-Klinikum Rechts der Isar für zwei Stunden in einen Warnstreik. An der Uni-Klinik Freiburg seien es fast 500 Ärzte gewesen. Die Notversorgung sei aber stets sichergestellt gewesen.

Für Mittwoch sind den Angaben zufolge weitere Aktionen unter anderem in Ulm und Erlangen geplant. Der Marburger Bund will für rund 20.000 Ärzte an Unikliniken bundesweit 6,3 Prozent mehr Geld erstreiten und die Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit anheben lassen.

Derzeit bekämen die Ärzte für Nachtdienst einen Zuschlag von 1,28 Euro pro Stunde, hieß es. Die "Tarifgemeinschaft deutscher Länder" hatte die Forderungen nach mehr Gehalt als unbezahlbar zurückgewiesen. Die nächste Verhandlungsrunde ist für Donnerstag in Berlin geplant.

Topics
Schlagworte
Klinik-Management (10859)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sind Computer bald die besseren Therapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »

Kollege Computer, übernehmen Sie!

Eine computer-basierte Verhaltenstherapie kann Insomnie-Patienten den Schlaf zurückgeben. Der Erfolg ist ähnlich gut wie durch menschliche Therapeuten, bescheinigt ein kalifornischer Professor. mehr »

Kein frisches Geld in Sicht

Die umfassende Studien-reform soll zunächst ohne zusätzliches Geld auskommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt, wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht. mehr »