Ärzte Zeitung, 24.10.2011

Uni Ulm beendet Schweineversuche

ULM (maw). Die Uni Ulm verzichtet künftig auf einen umstrittenen Kurs für Medizinstudenten und Assistenzärzte, in dem lebende Schweine unter Narkose operiert und anschließend getötet werden.

Diese Entscheidung ist nach Angaben der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland als Antwort auf ihre massive Kritik gefallen.

Der "Naht- und Operationskurs" sei ab dem Wintersemester nicht mehr Teil des Wahlpflichtcurriculums, habe die Universität versichert.

[25.10.2011, 11:53:28]
Dr. Horst Grünwoldt 
Tierversuche
Als Amtstierarzt für die Überwachung der experimentellen Eingriffe an verschiedenen Versuchstieren nach tierschutzrechtlichen Bestimmungen, habe ich in den späten 80er und frühen 90er Jahren in den wissenschaftlichen Einrichtungen und der Pharmaindustrie von Frankfurt am Main so manche absurde Versuchsplanung und -durchführung begutachtet und diese kraft Amtes abgestellt. So wurden beispielsweise in einem Auftrags-Forschungsinstitut Schweine (sog. minipigs) an der Cobalt-Kanone bestrahlt, um an ihnen Strahlenschäden zu erzeugen, deren gräßliche Akut- Symptome (Lungen- und Darmblutungen) seit der Bombe auf Hiroshima und Nagasaki bei Menschen längst bekannt waren. Zweifelhaftes Ziel des Projektes war es u.a., Immun-Stimulantien zu erproben. Augenscheinlich sollte hier noch am Ende des sog. "Kalten Krieges" dem eventuellen heißen Atomschlag begegnet werden.
Auch als Veterinär-Studenten haben wir unsere Operations- und Nahttechniken zunächst nicht an lebenden, tierischen Probanten eingeübt, sondern an aus gutem Grunde eingeschläferten Tieren oder deren frisch gehaltenen Organen.
Daß angehende Bauch- und Thorax-Chirurgen im betäubten (Schlacht-)Schwein ein geeignetes, lebendes Modelltier zur Einübung ihrer Geschicklichkeit und Operationstechnik finden können, dafür sprechen die vergleichbaren morphologischen Strukturen und physiologischen Funktionen in situ!
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt aus Rostock  zum Beitrag »
[24.10.2011, 18:49:13]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Graffito an der Essener Schlachthofmauer, ...
jetzt natürlich 'Frischezentrum' genannt: "Lieber 1000 tote Schweine als ein Herz aus Stein" MfG zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zeit für aggressive Maßnahmen

Viel Geschwätz, wenig Taten: Zeit für aggressive Weichenstellungen in der Diabetes-Prävention, meinen Fachleute. Sie fordern die Lebensmittel-Ampel und Steuern auf ungesunde Produkte. mehr »

Beim Thema Luftschadstoffe scheiden sich die Geister

Gesundheitliche Gefahren von Luftverschmutzung sehen Pneumologen vorrangig als ihr Thema an. Doch die Meinung der Fachärzte darüber ist nicht einhellig. Das zeigt sich auch im Vorfeld ihrer Fachtagung. mehr »

Patienten vertrauen auf Online-Bewertungen

In welche Praxis soll ich gehen? Ihre Entscheidung fällen Patienten zunehmend anhand von Online-Bewertungen – eine Chance für Ärzte, so eine neue Studie. mehr »