Ärzte Zeitung online, 27.04.2012

Feuer in Klinik - ein Todesopfer

LÜNEN (dpa). Bei einem Feuer in einem Krankenhaus in Lünen bei Dortmund ist in der Nacht zum Freitag ein 81 Jahre alter Patient ums Leben gekommen.

In seinem Zimmer war aus zunächst ungeklärter Ursache ein Feuer ausgebrochen. Acht weitere Menschen erlitten Rauchvergiftungen.

Darunter sind vier Pflegekräfte und ein Arzt, die dabei halfen, die Station zu evakuieren, teilte ein Feuerwehrsprecher am Morgen mit. Drei Patienten aus Nachbarzimmern konnten in Sicherheit gebracht werden, atmeten aber auch giftigen Rauch ein und wurden behandelt.

In dem Zimmer, in dem das Feuer kurz nach Mitternacht ausgebrochen war, meldete ein Brandmelder Alarm. Als wenig später die Feuerwehr eintraf, schlugen aus dem Raum im zweiten Stockwerk bereits Flammen.

Für den alten Mann kam jede Hilfe zu spät. Der Patient, der seit etwa 14 Tagen in dem Krankenhaus lag, erlitt schwere Brand- und Rauchgasverletzungen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Zur Höhe des Sachschadens machte der Sprecher des Klinikums Westfalen, Wolfgang Skorvanek, zunächst keine Angaben.

Drei Patientenzimmer seien momentan nicht zu nutzen, die Station nahm ihren Betrieb aber wieder auf. Einige Patienten wurden innerhalb des Hauses verlegt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »