Ärzte Zeitung, 30.11.2012

Mitarbeiter und Patienten besiedelt

MRSA in Bremer Klinik

Neue Schlagzeilen um das Klinikum Bremen Mitte: Bei 45 Menschen ist der MRSA-Keim festgestellt worden. Die Klinik sieht das positiv.

Wieder MRSA in Bremer Klinik

Das Bremer Klinikum Mitte hat bei Routinetests die MRSA-Keime entdeckt.

© Ingo Wagner / dpa

BREMEN. Im Bremer Klinikum Mitte sind auf der Intensivstation bei 45 Mitarbeitern, Patienten und Angehörigen Besiedelungen mit MRSA-Keimen festgestellt worden.

Die Entdeckung sei für das Klinikum die "Bestätigung unserer Bemühungen", sagt Daniel Goerke, Sprecher des Klinikträgers "Gesundheit Nord".

Bei Routinetests aufgefallen

Betroffen sind 25 Patienten, 19 Mitarbeiter und ein Angehöriger, bestätigt Goerke der "Ärzte Zeitung".

Die Besiedelungen waren bei Routinetests aufgefallen. "Wir testen jeden Intensivpatienten, bevor wir ihn aufnehmen", sagt Goerke, "ist der Test negativ, wird er zwei Mal pro Woche wiederholt. Ist er positiv, sanieren wir den Patienten in isolierten Einzelzimmern."

Die besiedelten Mitarbeiter sind derzeit freigestellt und werden zu Hause saniert.

Drei Frühchen starben 2011 an Klebsiellen

Die umfangreicheren Tests werden vorgenommen, nachdem im vergangenen Jahr auf der Kinderintensivstation des Klinikums Mitte drei Frühchen an Klebsiellen gestorben sind, so Goerke.

Die Testergebnisse hätten gezeigt, dass 13 Patienten die Keime bereits mitgebracht haben, die Keime bei Umgebungsuntersuchungen auch in Bereichen gefunden wurden, wo keine Patienten hinkommen, und zudem genetisch nicht aus der gleichen Quelle kommen können.

"Das hat uns auf die Spur der Mitarbeiter gebracht", sagt Goerke. Die Klinik hat daraufhin 130 Mitarbeiter gescreent. (cben)

[03.12.2012, 10:23:37]
Dr. Jürgen Sobtzick 
MRSA in Bremer Klinik
Wer weiss schon, ob nicht viel mehr Kliniken in Deutschland ein MRSA-Problem haben. Regelmäßige MRSA-Untersuchungen für Klinikapatienten und Klinikmitarbeiter sollten wie in Holland zum Routineprogramm gehören und zusätzlich von den Krankenkassen übernommen werden. Die Krankenkassen ruhen sich auf großen Geldpolstern aus, dabei könnte das Geld gerade für die MRSA-Prophylaxe genutzt werden. Dr.Jürgen Sobtzick Euerdorf zum Beitrag »

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