Kongress, 07.06.2013

Klinikfinanzierung

Bahr plädiert für selektives Kontrahieren

BERLIN. Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) hält an seinen Vorschlägen für einen Einstieg in selektives Kontrahieren von Kliniken durch Krankenkassen fest.

"Ich glaube, das ist ein richtiger Weg für Qualitätswettbewerb", sagte Bahr beim Hauptstadtkongress. Konkret hatte Bahr angeregt, Kassenpatienten von den zehn Euro Zuzahlung je Tag im Krankenhaus zu befreien, wenn sie in die Klinik gingen, die von ihrer Kasse empfohlen werde.

Damit wolle er in der nächsten Legislaturperiode wieder ins Rennen gehen, sagte Bahr. Vor Jahresfrist war ein Vorstoß Bahrs in diese Richtung am Widerstand auch aus der Koalition selbst gescheitert.

Unterschiede im Vertragswettbewerb von Krankenhäusern ließen sich allerdings nur dann sichtbar machen, wenn die Krankenhausplanung nicht mehr alleine bei den Ländern liege, sagte Bahr.

"Die Planung kann nicht mehr alleine in der Hand der Länder bleiben, wenn gleichzeitig der Bund auch Investitionen tätigt", sagte Bahr. Der Minister äußerte seine persönliche Meinung, nicht die der Koalition. (af)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

"Fehler passieren, auch in der Medizin. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten durch einen Behandlungsfehler zu Schaden kommen, ist extrem gering." So lautete das Fazit von Dr. Andreas Crusius bei der Vorstellung der Behandlungsfehlerstatistik. mehr »

Naturvolk mit erstaunlich gesunden Gefäßen

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »