Ärzte Zeitung, 08.01.2014

Baden-Württemberg

Mehr Plätze für psychisch kranke Kinder

STUTTGART. Um mehr als elf Prozent soll in Baden-Württemberg die Zahl der Betten und Plätze in Kliniken und Tageskliniken für psychisch erkrankte Kinder und Jugendliche erhöht werden.

Zu den bisher landesweit 835 Behandlungsplätzen sollen 95 hinzukommen. Dieses Ziel hat Landesgesundheitsministerin Katrin Altpeter (SPD) Anfang des Jahres ausgegeben. Dabei werde das Land "ausreichend Mittel" für die 85 teil- und zehn vollstationären Plätze zur Verfügung stellen, hieß es.

Die Zahl der stationär psychiatrisch behandelten Kinder und Jugendlichen ist landesweit von 4096 (2006) auf 5628 (2011) gestiegen.

Vor zwei Jahren hat das Ministerium die aus dem Jahr 2008 stammende Krankenhausplanung für Kinder- und Jugendpsychiatrie durch eine Umfrage überprüfen lassen. Lange Wartezeiten auf einen Therapieplatz in der ambulanten und stationären Versorgung waren das Ergebnis.

Altpeter bezeichnet ihr Vorgehen als "goldenen Mittelweg": Die Kassen hielten das Versorgungsnetz mit (Tages-) Kliniken für ausreichend, die Landeskrankenhausgesellschaft plädiert für eine starke Ausweitung.

Bei der Mehrzahl der betroffenen jungen Patienten sei die Diagnose "Verhaltens- und emotionale Störungen in der Kindheit und Jugend" gestellt worden. Zahlenmäßig am stärksten war dabei die Gruppe der 11- bis 15-Jährigen, zweitgrößte Patientengruppe waren die 16- bis 18-Jährigen. (fst)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Gröhes Sonnenschein-Politik

Bei der Eröffnung des Ärztetags weiß sich der Gesundheitsminister bei Partnern. Kritik hat Gröhe nur für den Koalitionspartner übrig und freut sich auf ein Wiedersehen beim Ärztetag 2018. mehr »

Berichte, Videos und Tweets rund um den Deutschen Ärztetag

Begleiten Sie den 120. Deutschen Ärztetag in Freiburg mit uns online. Die "Ärzte Zeitung" berichtet vom 23.-26.5. live und aktuell über alle wichtigen Ereignisse und Debatten. mehr »

"Turbolader einer Zwei-Klassen-Medizin"

Die Einheitsversicherung als Garant für Gerechtigkeit im Versorgungssystem? Aus Sicht von BÄK-Präsident Professor Frank Ulrich Montgomery eine fatale Fehleinschätzung. Die "Ärzte Zeitung" dokumentiert Auszüge aus seiner Ärztetags-Eröffnungsrede. mehr »