Ärzte Zeitung, 24.03.2014

Psychiatrie-Entgelte

Grüne fordern Leitplanken für PEPP

BERLIN. Die Grünen im Bundestag wollen das geplante pauschalierende Entgeltsystem (PEPP) in psychiatrischen und psychosomatischen Fachkrankenhäusern einbetten in eine "umfassende Reform der Versorgung".

In einem Antrag, der am vergangenen Donnerstag im Bundestag eingebracht wurde, fordern die Grünen, die Einführungsphase (Optionsphase) zu verlängern. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hatte kürzlich eine Verlängerung bis 2017 in Aussicht gestellt.

Begleitet werden solle die "grundlegende" Überarbeitung des Kalkulationsschemas durch eine Expertenkommission, die die Bundesregierung bis Juni einsetzen soll, heißt es im Antrag.

Entscheidend ist aus Sicht der Grünen, dass die Personalstandards, wie sie in der Psychiatrie-Personalverordnung (Psych-PV) festgelegt sind, "für alle Krankenhäuser als Mindeststandard erhalten" bleiben.

Nach derzeitigem Stand soll die Verordnung ab 2017 außer Kraft gesetzt werden. Dies dürfe nur dann geschehen, wenn "nachweislich" die geforderten Personalschlüssel flächendeckend und zu 100 Prozent umgesetzt sind.

"Schnellstmöglich" müsse die Begleitforschung zur PEPP-Einführung auf die Schiene gesetzt werden. Vor dem Start der budgetwirksamen Konvergenzphase (bei der eine schrittweise Umstellung auf einen Landesbasisentgelt-Wert erfolgt) solle die Ausgangslage empirisch erfasst werden. Genau dies ist bei der Einführung des DRG-Systems versäumt worden.

Die Grünen machten auch klar, dass es keine Rückkehr zum alten Vergütungssystem geben könne - dies sei "intransparent und nicht leistungsgerecht" gewesen. (fst)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Weiterbildung auch mit Kind zügig möglich - im Verbund!"

Eine strukturierte Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt für die "Ärzte Zeitung" auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »