Ärzte Zeitung, 23.02.2015

Sturz in Klinik

Wer Hilfe ablehnt, ist selber schuld

KÖLN. Wenn Patienten nach einer Operation auf eigenen Wunsch ohne Hilfe des Pflegepersonals auf die Toilette gehen, ist das Krankenhaus im Falle eines Sturzes nicht haftbar zu machen. So entschied kürzlich das Oberlandesgericht Hamm (Az.: 26 U 13/14).

Eine Seniorin hatte geklagt, die sich nach einer Hüftoperation beim Toilettengang den Arm gebrochen hatte. Sie verlangte Schadenersatz, weil die Operation des Armes fehlerhaft und die Klinik für den Sturz verantwortlich gewesen sei.

Beide Anschuldigungen wies das OLG zurück. Da die Frau eine mögliche Hilfestellung des Pflegepersonals nicht in Anspruch genommen habe, wirke sich der Sturz nicht zulasten des Krankenhauses aus, urteilten die Richter. (iss)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »