Ärzte Zeitung, 25.05.2016

Klinikaufenthalt

Ärztlicher Rat gefragt

Haus- und Fachärzte spielen bei der Empfehlung einer Klinik für ihre Patienten eine große Rolle. Das bestätigt eine aktuelle Umfrage.

STUTTGART. Die medizinische Kompetenz bleibt weiterhin das wichtigste Auswahlkriterium für Klinikpatienten. Wie aus einer nach Unternehmensangaben repräsentativen Online-Befragung des Marktforschungsinstituts GfK im Auftrag der Unternehmensberatung Porsche Consulting hervorgeht, achten 82 Prozent der Befragten vor allem darauf, dass die Ärzte im jeweiligen Fachgebiet einen besonders guten Ruf haben.

An zweiter Stelle kommt das Thema Wartezeiten. 42 Prozent der Bürger in Deutschland würden einer gut organisierten Klinik den Vorzug geben. Jeder dritte Patient würde dafür sogar ein Krankenhaus wählen, das bis zu 50 Kilometer vom Wohnort entfernt ist.

Wem ein Klinikaufenthalt bevorsteht, der verlässt sich vor allem auf Empfehlungen des behandelnden Facharztes (67,8 Prozent) oder seines Hausarztes (48 Prozent), aber auch auf die persönlichen Erfahrungen von Familienangehörigen und Freunden (43,8 Prozent). Eine untergeordnete Rolle spielen dagegen Informationen aus dem Internet (18,3 Prozent) sowie Berichte in den Medien (10,9 Prozent). Patienten, die innerhalb der vergangenen fünf Jahre stationär in Krankenhäusern behandelt wurden, fielen vor allem überlastetes Pflegepersonal (37,8 Prozent) und überlastete Ärzte auf (27,2 Prozent). (maw)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sind Computer bald die besseren Therapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »

Kollege Computer, übernehmen Sie!

Eine computer-basierte Verhaltenstherapie kann Insomnie-Patienten den Schlaf zurückgeben. Der Erfolg ist ähnlich gut wie durch menschliche Therapeuten, bescheinigt ein kalifornischer Professor. mehr »

Kein frisches Geld in Sicht

Die umfassende Studien-reform soll zunächst ohne zusätzliches Geld auskommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt, wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht. mehr »