Ärzte Zeitung, 10.09.2015

Medizintechnik

Medica als Marktplatz der Innovationen

Auf der weltgrößten Medizinmesse Medica präsentieren Mitte November in Düsseldorf Anbieter unter anderem aus Medizintechnik, Pflege und Physio wieder ihre Produkt- und Serviceneuheiten. Auch werden in zahlreichen Foren Healthcare-Trends analysiert.

Von Matthias Wallenfels

Medica als Marktplatz der Innovationen

Vom 16. bis 19. November 2015 findet in Düsseldorf die Medizinmesse Medica statt.

© Messe Duesseldorf

DÜSSELDORF. Der demografische Wandel und damit einhergehende, steigende Gesundheitsausgaben, ein insgesamt gesteigertes Gesundheitsbewusstsein sowie die Zunahme wohlstandsbedingter Krankheiten auch in zahlreichen Schwellenländern begünstigen das Umfeld für medizintechnische Innovationen, die später dann im Versorgungsalltag zur Entlastung des medizinischen Personals beitragen sollen.

Dies hebt Joachim Schäfer, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf GmbH, mit Blick auf die diesjährige Medica hervor. Die weltweit größte Medizinmesse wird am Montag, den 16. November ihre Tore für die Fachbesucher öffnen.

Praxisteams, die einen Besuch der Medica planen, sollten sich auf jeden Fall die neuen Laufzeittage merken. Denn die Messe startet ab diesem Jahr montags und endet donnerstags.

Zeitgleich zur Medica - und damit einen Tag länger als bisher - läuft parallel die Compamed, nach Veranstalterangaben die international führende Markt- und Kommunikationsplattform für die Zulieferer der Medizintechnik-Industrie.

Fokus auf digitale Lösungen

Als Trendmesse greift die Medica selbstverständlich das boomende Feld der Gesundheits-Apps sowie der mobilen Gesundheitslösungen (M-Health) auf - unter der Prämisse, dass gesundheitsbewusste Patienten künftig zunehmend ihre behandelnden Ärzte mit den selbst erfassten Daten konfrontieren.

Diese Entwicklung werde sich noch verstärken, zu attraktiv erscheine der Vorteil für Patienten, so Schäfer.

Wer wie selbstverständlich sein Smartphone, einen Tablet-PC oder künftig seine Smartwatch zur Organisation des Alltags nutze, werde im (pflegebedürftigen) Alter erst recht auf digitale Hilfsangebote zurückgreifen, um möglichst lange selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden leben zu können.

"Solche Trends müssen die Medizintechnik-Anbieter demnach aufgreifen", hebt Schäfer hervor.

Als logische Konsequenz habe daher das Medica Connected Healthcare Forum auf der Medica im vergangenen Jahr Premiere gefeiert - mit rund 2000 Teilnehmern.

Thematisch im Fokus stehe dieses Jahr die länderübergreifend für die Gesundheitssysteme besonders relevante Frage, wie die Akteure im Healthcare-Bereich unter Einbezug des Patienten mit entsprechenden Technologie-Lösungen einfach und sicher miteinander vernetzt werden können.

Mobile Health-Anwendungen bilden dabei einen Schwerpunkt, wobei die Medica App Competition auch in diesem Jahr wieder spannende Ideen hinsichtlich hilfreicher Anwendungen für mobile Endgeräte liefern werde. Die Telemedizin stehe dieses JAhr bei dem Medica Health IT Forum im Mittelpunkt.

Um vor allem den Bedürfnissen des internationalen Fachpublikums auch künftig gerecht zu werden, seien in den vergangenen Jahren das Programm der begleitenden Konferenzen sowie der in die Fachmesse integrierten Foren grundlegend neu strukturiert und internationaler in englischer Sprache ausgerichtet worden.

Wissenschaft trifft MedTech

Eine Neuauflage gibt es in diesem Jahr auch wieder von der 2014 erstmals von der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin veranstalteten Medica Education Conference.

Dem Konferenzmotto "Wissenschaft trifft Medizintechnik" folgend seien die vier Tagesthemen so gewählt, dass sich eine enge Verzahnung zu den Medizintechnik-Neuheiten der Fachmesse ergebe.

Die Schwerpunkte der vier Konferenztage sind demnach Chirurgie und neue operative Techniken (16.11.), Bildgebung, Endoskopie und Interventionen (17.11.), Geriatrie, Ernährungs- und Palliativmedizin (18.11.) sowie Infektiologie, Entzündung und Labormedizin (19.11.).

Programm, Infos und Tickets unter www.medica.de

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

Die neue Statistik der Bundesärztekammer liegt vor. Sie zeigt, wo die meisten Behandlungsfehler passierten und wie die Schlichterstelle meistens entschied. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »