Ärzte Zeitung online, 04.11.2015

Medica Preview

Ultraschall ohne Kabelsalat

Ein neues Ultraschallgerät von Siemens hat kabellose Schallköpfe - das soll auch das MRSA-Risiko senken.

HAMBURG. Auf der Medica Preview in Hamburg stellte Siemens sein neues Ultraschallgerät "Acuson Freestyle" vor. Es verfügt über einen kabellosen Schallkopf. "Dadurch wird das Anwendungsgebiet deutlich vergrößert", sagte Florian Lange von Siemens bei der Vorstellung des Gerätes.

"Zum Beispiel in der chirurgischen und interventionellen Medizin, der Anästhesiologie, der Intensivpflege, im Katheterlabor oder in der Notfallversorgung, wo die Technik zahlreiche Vorteile für Arbeitsablauf und Bildqualität bietet." So zum Beispiel beim Zugang zu Gefäßen oder zur Zielortung bei therapeutischen Interventionen und Biopsien.

Da man den kabellosen Schallkopf in sterile Tüten stecken und damit keimfrei arbeiten kann, werde das Infektionsrisiko mit MRSA deutlich gesenkt, sagte Lange. "Immerhin wächst die Anzahl der MRSA-Infektionen im Jahr um sechs Prozent."

Das Gerät nutzt zur Datenübertragung "eine neuartige Ultrabreitband-Funktechnologie, die mit einer sehr hohen Frequenz von 7,8 Gigahertz arbeitet", wie Siemens mitteilt. Dadurch werden andere elektronische Geräte in der Nähe nicht gestört, heißt es.

Für das Gerät gibt es drei kabellose Schallköpfe zur "Anwendungen in der allgemeinen oder vaskulären Bildgebung und im Hochfrequenz-Bereich", etwa des Bewegungsapparates und der Nerven.

Die Schallköpfe können mit bis zu drei Metern Abstand vom Gerät betrieben werden. Der Akku der Schallköpfe hält 60 Minuten.Die Bilder werden auf einem 38 Zentimeter großen LED-Display dargestellt. Die Systemkonsole kann auf ein leichtes Fahrgestell montiert werden und auch per Batterie betrieben werden. (cben)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBV drücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Auch mit Kind zügig möglich"

Eine Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »