Ärzte Zeitung, 04.07.2014

Ärztemangel

Augenärztin in Gera gibt nach einem Jahr auf

GERA. Eine Augenärztin in Gera hat Ende Juni - nach nicht einmal einem Jahr - wieder aufgehört. Dies bestätigte die KV Thüringen der "Ärzte Zeitung".

Die Ärztin war zum Sinnbild für den Ärztemangel geworden, als sich bei der Praxiseröffnung im September 2013 eine fast 400 Meter lange Warteschlange gebildet hatte.

Das Medizinische Versorgungszentrum, bei dem sie angestellt war, hat aber bereits einen Nachfolger gefunden. "Tatsächlich gibt es einen Arztwechsel, Dr. Djouchadar führt aber nahtlos weiter", sagte Katrin Wiesner, Sprecher des SRH Waldklinikums Gera. Zu den Gründen machte sie keine Angaben. Dennoch hat der erneute Wechsel für Unruhe gesorgt.

Immerhin musste die KV im vergangenen Jahr in Gera zeitweise zur Notbeauftragung von Augenärzten greifen, weil Patienten keine Termine bekommen hatten.

Derzeit sind neun augenärztliche Praxissitze in Thüringen unbesetzt. "Die augenärztliche Versorgung in Thüringen ist in Gefahr", warnte Andreas Jordan, Vorsitzender der Thüringer Augenärzte und der KV-Vertreterversammlung. (rbü)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Gefahr im Vekehr oder alles im grünen Bereich?

Patienten, die Cannabispräparate in Dauermedikation haben, dürfen am Straßenverkehr teilnehmen. Eine wissenschaftliche Debatte über ein erhöhtes Verkehrssicherheitsrisiko wurde noch nicht geführt. mehr »

Frau hat keinen Anspruch auf Schmerzensgeld

Hat eine Frau Anspruch auf Schmerzensgeld, wenn ein Arztfehler zu Impotenz des Mannes führt? Das OLG Hamm verneint – und gibt eine Begründung. mehr »

Tausende Pfleger ergreifen die Flucht

Großbritannien gehen die Pflegekräfte aus: Zu groß ist die Unzufriedenheit mit dem System. Sie zeigt sich zunehmend auch bei Patienten. mehr »