Ärzte Zeitung App, 02.12.2014

Mecklenburg-Vorpommern

Praxisnetz von KV und TK will wachsen

Im Süden Mecklenburg-Vorpommerns soll der fünfte Standort des Praxisnetzes "Der zufriedene Patient" entstehen.

MIROW.Das Praxisnetz "Der zufriedene Patient" in Mecklenburg-Vorpommern hat einen fünften Standort. Nach Schwerin, Wismar, Rostock und Stralsund wurde nun Mirow im Süden des Landes aufgenommen.

Damit arbeiten rund 70 Ärzte in dem von der Techniker Krankenkasse und der KV Mecklenburg-Vorpommern (KVMV) entwickelten Verbund.  Seit der Vertrag vor vier Jahren geschlossen wurde, haben sich nach Angaben der Partner mehr als 5400 TK-Versicherte eingeschrieben.

"Wir suchen ständig nach regionalen Lösungen, um die medizinische Versorgung gerade im ländlichen Raum zu erhalten und zu verbessern", sagte der KVMV-Vorstandsvorsitzende Axel Rambow zur Aufnahme Mirows in das Praxisnetz.

Grundlage der Zusammenarbeit im Netz ist eine koordinierte Versorgung, die über das von einer niedergelassenen Ärztin geleitete Gesundheitshaus Mirow ambulant gesteuert wird.

Für den verbesserten Zugang zur hausärztlichen und fachärztlichen Versorgung werden drei Teilelemente diskutiert, die in das Versorgungsmodell integriert werden sollen: eine hausärztliche und fachärztliche Zweigpraxis, geriatrische Versorgungsformen und Elemente der Telemedizin. 

Das Gesundheitshaus Mirow ist ein medizinisches Zentrum mit Behandlungs- und Arbeitsbedingungen, die einen ganzheitlichen und umfangreichen Therapieansatz ermöglichen.

Neben Hausärzten bietet das Gesundheitshaus auch therapeutische Zusatzangebote wie Physiotherapie, medizinische Fußpflege und Radiographie an. Auf dieser Grundlage entstehen individuelle Behandlungskonzepte.

Mecklenburg-Vorpommern hat einen schnell wachsenden Anteil der älteren Bevölkerung. Gleichzeitig bestehen Schwierigkeiten, in dem am dünnsten besiedelten Bundesland flächendeckend ambulante Versorgungsstrukturen vorzuhalten. Besonders betroffen sind ländliche Regionen. Professor Volker Möws, Leiter der TK-Landesvertretung , unterstrich aber den Anspruch aller Einwohner des Landes, unabhängig von ihrem Wohnsitz eine gute, wohnortnahe ärztliche Betreuung zu erhalten. (di)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »