Ärzte Zeitung, 21.05.2015

Kinder mit Asthma

Frühe Hilfe wirkt

Ein Netz von Spezialisten hilft im Rahmen eines Vertrags der DAK-Gesundheit bereits zwei- bis fünfjährigen Kindern.

MÜNCHEN. In Bayern gibt es für Kinder mit Asthma im Regelfall erst ab dem fünften Lebensjahr strukturierte Behandlungsprogramme.

Dagegen unterstützt ein im Freistaat bislang einmaliges Spezialisten-Netzwerk bereits zwei- bis fünfjährige Kinder.

Und das offenbar mit Erfolg: Die Zahl der Klinikbehandlungen konnte nach nur einem Jahr Therapie um 84 Prozent gesenkt werden.

Rund 85.000 Kinder und Jugendliche in Bayern leiden an Asthma. Insbesondere bei Kleinkindern kann eine rechtzeitige und professionelle Therapie eine weitgehend beschwerdefreie Kindheit ermöglichen.

Die DAK-Gesundheit und das Ärztenetzwerk PaedNetz Bayern, dem rund 750 niedergelassene Kinder- und Jugendärzte angehören, unterstützen deshalb bereits zwei- bis fünfjährige Asthma-Betroffene mit einem im Freistaat bislang einmaligen Spezialisten-Netz.

Die Zahl der Krankenhauseinweisungen und die Aufenthaltsdauer in den Einrichtungen konnte so überraschend deutlich gesenkt werden. Und für die Eltern bedeutet dies ebenfalls weniger Ausfalltage im Job. Bereits über 100 bayerische Kinder konnten bisher über das Netzwerk betreut werden.

Stellt ein Arzt des PaedNetz Bayern bei einem Kind Asthma fest, kann die Behandlung in der Regel ambulant erfolgen. Bei Bedarf kann er aber auch weitere Spezialisten hinzuziehen. Wird ein Krankenhausaufenthalt nötig, sorgt der Arzt für eine schnelle Aufnahme in einer der beteiligten Fachkliniken CJD Asthmazentrum Berchtesgaden oder der Allgäuer Alpenklinik Santa Maria.

In beiden Kliniken sind Schulen integriert, sodass während der Reha kein Schulstoff versäumt wird. Die Angebote umfassen darüber hinaus auch Schulungen für Kinder und Eltern zum besseren Umgang mit der Erkrankung. (ras)

Weitere Informationen unter: www.dak.de/spezialistennetzwerk

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »