Ärzte Zeitung, 16.04.2008

Gesundheits-IT - ein hart umkämpfter Markt

CompuGROUP und IBA Health Group stellen Konzernstrategie bei der conhIT in Berlin vor

BERLIN (ger). Im stark wachsenden E-Health-Markt ist der Konkurrenzdruck hoch. Zwei Unternehmen haben jetzt bei der Gesundheits-IT-Messe conhIT kurz nacheinander Ansprüche darauf angemeldet, Weltmarktführer zu werden: die CompuGROUP und die IBA Health Group, in Deutschland besser unter dem Namen iSoft bekannt.

"Wir sind auf dem Weg zur Nummer eins im weltweiten E-Health-Markt", sagte Konzernchef Frank Gotthardt in Berlin. Das Unternehmen vernetze zurzeit 300 000 Ärzte in Europa, darunter fast 100 000 in Deutschland.

Die CompuGROUP ist unangefochtener Marktführer in Deutschland bei Praxis-EDV (Albis, CompuMED, Data Vital, Medistar und TurboMed) und hat erst vor kurzem ihre Stellung bei Klinikinformationssystemen durch die Übernahme von fliegel data deutlich gestärkt. Der Schwerpunkt des Konzerns liege bisher in Europa und bei niedergelassenen Ärzten. "Beides werden wir weiter entwickeln", so Gotthardt weiter. Ein neuer Zielmarkt ist Asien. Letztlich gehe es um eine "ganzheitliche elektronische Vernetzung" und um die Versorgung von Ärzten mit strukturiertem medizinischen Wissen, damit es im Arbeitsprozess der Ärzte optimal zur Verfügung stehe.

Ansprüche auf die Weltmarktführerschaft erhob in Berlin auch Gary Cohen von der IBA Health Group. Cohen hatte die CompuGROUP im vergangenen Jahr im Übernahmekampf um iSoft ausgestochen und die Größe seiner Unternehmensgruppe damit auf einen Schlag versechsfacht. Mit 3500 Mitarbeitern sei IBA/iSoft bei Gesundheits-IT bestens aufgestellt, sagte Cohen. Die neue Software Lorenzo werde jetzt ausgeliefert, "das wird uns vor den Wettbewerbern herausheben". Die Software soll dazu dienen, alle Versorgungsebenen elektronisch zu verbinden.

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