Ärzte Zeitung, 08.10.2008

Tipps für rechtssicheren Online-Auftritt

Bundesministerium der Justiz zeigt, was ins Impressum gehört

NEU-ISENBURG (reh). Ist das Impressum der Praxis- oder Klinik-Website auch rechtssicher? Auf diese Frage bietet ein Ratgeber des Bundesjustizministeriums (BMJ) jetzt eine Antwort.

Gedacht ist der Leitfaden zur Impressumspflicht bzw. Anbieterkennzeichnung auf Internetseiten eigentlich für Gewerbetreibende. Aber auch für Praxisinhaber und Kliniken liefert er wertvolle Hinweise.

Denn wie das BMJ in seinem neuen Leitfaden erklärt: Nach dem Telemediengesetz muss jeder die Kennzeichnungspflichten erfüllen, der ein Online-Angebot bereit hält. Ausgenommen seien davon eigentlich nur Online-Angebote, die ausschließlich privaten Zwecken dienen.

Was auf jeden Fall ins Impressum gehört, ist bei niedergelassenen Ärzten der komplette Name, die vollständige Postanschrift (nur ein Postfach reicht nicht) und die Kontaktinformationen. Wobei das BMJ die Angabe mindestens einer Telefonnummer plus einer E-Mail-Adresse empfiehlt. Zusätzlich müssen die gesetzliche Berufsbezeichung und die jeweils zuständige Ärztekammer genannt sein. Bei Kliniken könnten weitere Infos wie die Umsatzsteueridentifikationsnummer nötig sein.

Den Leitfaden können Sie unter www.bmj.de/musterimpressum kostenlos herunterladen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »