Ärzte Zeitung online, 04.02.2009

E-Card: Kasse will, dass Ärzte online gehen

DÜSSELDORF/BERLIN (dpa). Nach jahrelangem Streit über die elektronische Gesundheitskarte droht eine neue Verzögerung. Wenige Monate vor der geplanten flächendeckenden Einführung droht die größte Kasse der zuerst betroffenen Region mit Boykott.

Der Chef der AOK Rheinland/Hamburg, Wilfried Jacobs, forderte die Organisationen der Ärzte und Krankenkassen dazu auf, ihre Differenzen beizulegen. "Sonst kann man den Start nicht riskieren", sagte Jacobs am Mittwoch dpa in Berlin. Er bestätigte damit einen Bericht der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung", die Kasse weigere sich, die neuen Karten unter den gegebenen Umständen auszuteilen.

Jacobs kritisierte, die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) wolle den Ärzten die spätere Teilnahme am Online-Betrieb der Karten freistellen. "Das geht nicht", sagte Jacobs. KBV-Sprecher Roland Stahl bestätigte, aus KBV-Sicht sei nur eine freiwillige Teilnahme der Ärzte geplant. Die rund 15 000 Praxen des Rheinlandes würden planmäßig als erste in Deutschland lückenlos mit Lesegeräten ausgestattet, berichtete die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein. Die Kassen müssten dazu die Karten ausgeben. Bis Ende des Jahres soll es bundesweit Karten und Lesegeräte geben. Der Online-Betrieb mit den Karten als Schlüssel zum Versenden von Versichertendaten ist für 2010 geplant.

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