Ärzte Zeitung online, 13.11.2009

Verband: Sozialnetzwerke sagen mehr Datenschutz zu

BERLIN (dpa). Mehrere soziale Netzwerke haben nach Angaben der Verbraucherzentralen auf eine Abmahnung reagiert und mehr Datenschutz zugesagt. Die Anbieter Xing, My Space, Facebook, Lokalisten, Wer-kennt-wen und StudiVZ hätten sich in Unterlassungserklärungen dazu verpflichtet, etwa keine persönlichen Inhalte der Nutzer nach Belieben mehr zu verwenden.

Dies teilte der Bundesverband der Verbraucherzentralen am Donnerstag in Berlin mit. Die Anbieter wollten bestimmte Geschäftsbedingungen und Datenschutzbestimmungen nicht mehr verwenden. Die Verbraucherzentralen hatten im Juli fünf soziale Netzwerke abgemahnt.

Beanstandet wurden ganz unterschiedliche Klauseln, die Nutzer benachteiligt und den Betreibern weitgehende Rechte eingeräumt hätten. Im Verfahren sei es vor allem um Regelungen zur umfassenden Datennutzung und Datenverarbeitung gegangen. Diese seien oft ohne Einwilligung des Nutzers angewendet worden und weit über den eigentlichen Zweck hinausgegangen. Die Betreiber der sozialen Netzwerke müssten die zugesagten Änderungen nun bis Januar 2010 verwirklichen.

StudiVZ hatte bereits Mitte Oktober auf den Vorstoß des Verbraucherverbands reagiert. So wurde etwa bei Änderungen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen die Widerspruchsfrist der Nutzer von zwei auf sechs Wochen verlängert.

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