Ärzte Zeitung, 10.04.2013

Kommentar zur Gesundheits-IT

Modernes Schmieröl

Von Hauke Gerlof

In der postindustriellen Gesellschaft hat Software längst die Rolle übernommen, die Schmieröl früher für die Industriegesellschaft hatte: Prozesse möglichst reibungsarm zu gestalten.

Das gilt auch für das Gesundheitswesen. Ohne Software wären Ärzte längst in den immer komplexer werdenden Prozessen im Praxis- und Klinikalltag verloren.

Das wird derzeit in zwei parallel laufenden Veranstaltungen in Berlin deutlich - der Gesundheits-IT-Messe conhIT und beim Kongress der Gesundheitsnetzwerker.

Die möglichst reibungsarme Vernetzung der Ärzte der unterschiedlichen Versorgungsebenen in Praxis, Klinik und Reha (und auch mit anderen Leistungserbringern) ist ebenso Thema wie die Verknüpfung wissenschaftlicher Erkenntnisse und evidenzbasierter Leitlinien mit den aktuellen Bedürfnissen der Ärzte im Alltag der Behandlung von Patienten.

Die Fortschritte in beiden Gebieten sind deutlich sichtbar, aber an vielen Stellen noch nicht im Versorgungsalltag angekommen.

Für niedergelassene Ärzte bleibt die Frage der Anbindung neuer Lösungen für übergreifende Patientenakten und wissensbasierter Systeme an die Praxissysteme entscheidend. Daran werden sich die Anbieter der nächsten Software-Generation messen lassen müssen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hohes Sterberisiko bei Ausbruch in der Adoleszenz

Wenn sich Typ-1-Diabetes in einem besonders vulnerablen Alter manifestiert, brauchen Betroffene viel Aufmerksamkeit. Sie haben ein hohes Risiko, an Komplikationen zu sterben. mehr »

100 Prozent Zustimmung

Die KBV-Vertreterversammlung präsentiert sich in neuer Einigkeit und richtet die Speere – wieder – nach außen. Klare Kante gegenüber dem Gesetzgeber und den Krankenhäusern. "Wir sind auf Kurs", meldete KBV-Chef Gassen. mehr »

Herz-Kreislauf-Risiko von Anfang an im Blick behalten!

Bei RA-Patienten sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die wichtigste Todesursache. Die aktuellen Therapiealgorithmen zielen nicht zuletzt darauf ab, die Steroidexposition zu begrenzen. mehr »