Dienstag, 18. Juni 2013
Ärzte Zeitung, 21.08.2012

Kommentar

Ein wichtiger Zusatzaufwand

Von Ilse Schlingensiepen

Auf einige niedergelassene Ärzte kommt in der nächsten Zeit zusätzliche Arbeit zu. In ausgewählten Praxen will das Statistische Bundesamt im Auftrag des Nationalen Normenkontrollrats die Belastung der Praxen durch bürokratische Vorgaben erheben.

Manch einer wird denken: Das Ärgernis Bürokratie ist jedem Arzt nur zu gut bekannt, dafür braucht es keine aufwändige Untersuchung.

Genau so einer Untersuchung von höchst offizieller Stelle bedarf es aber, wenn es darum geht, den bürokratischen Aufwand in den Praxen tatsächlich zu reduzieren. Dafür muss ganz klar werden, welche Formulare oder Anfragen sinnvoll und notwendig sind und auf welche man getrost verzichten kann.

Es kann Ärzten nur nutzen, wenn sie künftig schwarz auf weiß belegen können, wie viel Zeit in Praxen für Bürokratie draufgeht und welche Kosten damit verbunden sind. Die Untersuchung des Statistischen Bundesamts wird zeigen, dass es bei diesem Thema nicht um Peanuts geht.

Der transparente Umgang mit der aktuellen Erhebung ist entscheidend dafür, dass aus dem alt bekannten Problem endlich Konsequenzen gezogen werden. Liegen die Ergebnisse erst einmal auf dem Tisch, kommt niemand mehr an ihnen vorbei.

Lesen Sie dazu auch:
Ist weniger Bürokratie in Arztpraxen möglich?

|

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Behandlungsfehler: Ärzte vermehrt unter Verdacht

Ärztliche Kunstfehler kommen sehr selten vor, die Zahl der anerkannten Fälle bleibt seit Jahren gleich, berichtet die BÄK. Neu ist hingegen: Die Patienten nehmen ihre Ärzte stärker unter die Lupe. mehr »

Große Impflücken: Deutschland braucht mehr Piekse

Eine Studie offenbart: Gegen Tetanus hat sich jeder dritte Erwachsene in Deutschland nicht impfen lassen. Andere Impflücken sind aber noch größer. mehr »

MRSA in Bremen: Kliniken kritisieren Kassen-Studie

Zu viele MRSA-Fälle in Bremens Kliniken? Eine Studie der Krankenkasse hkk sorgt an der Weser für Furore. Jetzt kritisieren die Kliniken das Papier - und verweisen auf das MRE-Netzwerk. mehr »