Ärzte Zeitung online, 22.07.2009

Situation für ältere Menschen auf dem Arbeitsmarkt gar nicht so schlecht

NÜRNBERG (dpa). Ältere Menschen sind in Deutschland einer Studie zufolge vermehrt in Lohn und Brot. "Die Situation von Älteren auf dem Arbeitsmarkt ist immer noch alles andere als rosig, hat sich aber in den letzten Jahren verbessert", teilte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mit.

So habe sich die Beschäftigungsquote der 55- bis 64-Jährigen zwischen 1998 und 2008 deutlich auf 53,8 Prozent erhöht und liege damit über dem EU-Ziel für 2010 von 50 Prozent. Allerdings entfalle der Zuwachs zum großen Teil auf die Gruppe der 55- bis 59-Jährigen. Bei den über 60-Jährigen und bei gering qualifizierten Älteren gebe es weiterhin große Probleme, betonten die Forscher.

Die Verbesserungen sind nach Ansicht des IAB nicht nur auf die gute Konjunktur der vergangenen Jahre, sondern auch auf gesetzliche Änderungen zurückzuführen. So hätten die Anhebung des Rentenalters auf 67 Jahre, die Einschränkung der Frühverrentung und die Arbeitsmarktreformen eine "Signalwirkung in Richtung einer längeren Lebensarbeitszeit" gehabt. Die Experten warnen allerdings vor einer Kehrtwende: Die längere Zahlung des Arbeitslosengeldes für Ältere und die ebenfalls seit 2008 geltende Regelung, wonach über 58-jährige Hartz-IV-Empfänger aus der Arbeitslosenstatistik herausfallen, wenn ihnen die Vermittler ein Jahr lang keinen Job anbieten, seien Schritte in die falsche Richtung.

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