Ärzte Zeitung online, 04.01.2010

Powerfrau aus Hessen wirbt als Repräsentantin europäischer Chefinnen

MARBURG (coo). Die Marburger Gesundheits- und PR-Expertin Karin Uphoff ist Hessens EU-Botschafterin für Unternehmerinnen. Ziel des in Stockholm gegründeten Netzwerks ist es, Ärtzinnen und andere Frauen zur beruflichen Selbstständigkeit zu ermutigen. Als Repräsentantin europäischer Unternehmerinnen soll sie in Vorträgen und Diskussionen als positives Vorbild wirken: "Ich möchte möglichst viele dazu ermuntern, quer zu denken und Visionen zu entwickeln", sagt die sechsfache Mutter.

Nach ihrer Überzeugung können Frauen alles haben: Kinder, Karriere, Hobbys und Zeit für sich selbst: "All das, was Männer schon seit Jahrzehnten für sich beanspruchen, sollten Frauen vehementer einfordern und dabei auch kein schlechtes Gewissen haben", sagt die 48-Jährige.

Karin Uphoff weiß, wovon sie redet. Mit sechs Kindern hat die Ernährungswissenschaftlerin promoviert, 17 Jahre für den Gesundheitsinformationsdienst des Grünen Kreuzes gearbeitet und sich 2003 als PR-Unternehmerin selbstständig gemacht. Heute ist sie Chefin einer Agentur mit zehn Mitarbeitern, die sich überwiegend um Kunden aus der Gesundheitsbranche kümmern.

Wie sie das alles unter einen Hut bekommen hat? "Ich habe sehr gerne Kinder, aber ich arbeite auch sehr gern", sagt sie schlicht. Natürlich müsse man viel organisieren. Aber der Beruf profitiere auch von der Geduld und der Offenheit für unterschiedliche Sichtweisen, die Kinder einforderten.

Uphoff will Frauen dabei unterstützen, in Führungspositionen zu gelangen. Schließlich seien sie von Schule bis zur Universität den Männern überlegen - bis zu dem Zeitpunkt, an dem sie auf den Arbeitsmarkt kommen. Frauen seien oft zu bescheiden, sagt die Unternehmerin: "Wenn man Karriere machen will, muss man dafür sorgen, dass andere mitbekommen, dass man gut ist." Dazu bräuchte es gute Netzwerke und den Mut, auch einmal Risiken einzugehen.

Sie selbst ist seit drei Jahren Sprecherin des europäischen Managerinnenverbandes und Mentorin für ein Unternehmerinnen-Netzwerk. "Wenn mehr Frauen in die Führungsebene kommen, täte das allen gut", sagt Uphoff. Das soziale Klima und die Kommunikationskultur in den Unternehmen werde meist besser. Zudem könne es nicht sein, "dass wir die Hälfte unserer Bevölkerung von wichtigen Positionen ausschließen".

Ihre Agentur wurde zweimal für den Großen Preis des Mittelstands nominiert sowie 2007 als "Familienfreundliches Unternehmen" preisgekrönt. Das Unternehmen zeichnet sich durch äußerst flexible Arbeitszeiten, viele Teilzeitstellen, ein Kinderzimmer für Notfälle sowie eine Leistungs- anstelle einer Präsenzpflicht aus. Das beschere ihr fitte und zufriedene Mitarbeiter, sagt Uphoff: "Und das strahlt auf die Kunden aus."

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