Ärzte Zeitung, 06.06.2016

Au Backe!

Zahnärzte geizen beim Gehalt

Im Gegensatz zu MFA in den Arztpraxen werden Zahnmedizinische Fachangestellte häufig unter Tarif bezahlt.

NEU-ISENBURG.40 Prozent der Zahnmedizinischen Fachangestellten (ZFA) erhalten ein Gehalt, das sich entweder an der Tariftabelle orientiert oder darüber liegt. 39 Prozent der ZFA werden unter Tarif vergütet, bei 21 Prozent liegt das Einkommen sogar beim Mindestlohn oder darunter.

Das zeigen die Ergebnisse einer Online-Umfrage des Verbands medizinischer Fachberufe (VmF) aus dem Mai dieses Jahres. An der Umfrage hatten sich 3075 ZFA beteiligt.

"Bei den Medizinischen Fachangestellten zahlen rund 67 Prozent der Arbeitgeber nach Tarif und darüber. Für uns ist das ein entscheidender Grund für den deutlich stärkeren Fachkräftemangel bei ZFA als bei MFA", sagt VmF-Präsidentin Carmen Gandila. Für die MFA hatte das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) eine ähnliche Untersuchung - allerdings bei den Praxischefs - durchgeführt (wir berichteten). Danach vergüten über ein Viertel der Praxen ihre MFA sogar über Tarif.

Das Problem bei den ZFA: Für sie gebe es seit mehr als 24 Jahren keinen einheitlichen Tarifvertrag mehr, so Gandila. Die Tarifpartei auf Arbeitgeberseite - die Arbeitsgemeinschaft zur Regelung der Arbeitsbedingungen für Zahnmedizinische Fachangestellte - vertrete nämlich nur Arbeitgeber aus Hamburg, Hessen, Westfalen-Lippe und dem Saarland. (reh)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Ärzte können künftig Medizinalhanf verordnen

Nach jahrelanger Debatte regelt das Parlament heute den Umgang mit Cannabis als Medizin völlig neu. Krankenkassen müssen künftig die Kosten im Regelfall erstatten. mehr »

Kein Schmerzensgeld für die künstliche Ernährung des Vaters

Das Münchener Landgericht hat die Klage gegen einen Hausarzt, der einen Patienten vermeintlich unnötig lange künstlich ernähren ließ, abgewiesen. Gleichwohl attestierte es einen Behandlungsfehler. mehr »

Droht Briten eine zweite Creutzfeldt-Jakob-Welle?

In Großbritannien ist ein Mann an einer ungewöhnlichen Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung gestorben. Dies nährt Befürchtungen, wonach mehr als 20 Jahre nach der BSE-Krise eine zweite Erkrankungswelle ansteht. mehr »