Ärzte Zeitung, 24.04.2008

DMP, IV & Co. - Erfolg garantiert nur gutes Vertragsmanagement

Software-Firmen arbeiten an Praxislösungen

BERLIN (ami). Die Teilnahme an neuen Versorgungsformen wird für niedergelassene Ärzte wirtschaftlich immer wichtiger. Praxen stehen angesichts der wachsenden Vielfalt von Verträgen vor neuen organisatorischen Herausforderungen.

 DMP, IV & Co. - Erfolg garantiert nur gutes Vertragsmanagement

Albtraum für Praxischefs: Die schöne neue Welt der Einzelverträge endet im Organisationschaos. Besser ist es, Verträge bewusst auszuwählen und den Aufwand mit EDV zu begrenzen.

Foto: FranzPfluegl©www.fotolia.de

Die Zahlen sprechen für sich: Rund 5000 IV-Verträge waren Ende 2007 registriert. Knapp zehn Millionen gesetzlich Krankenversicherte nehmen nach Berechnungen des Berliner IGES-Instituts bereits an Verträgen zur Integrierten oder Hausarztzentrierten Versorgung teil. Ärzte erhalten im Rahmen dieser Verträge eine extrabudgetäre Vergütung.

Der finanzielle Anreiz für eine Teilnahme an solchen Verträgen ist also da. Darüber vergessen manche Praxischefs aber den Organisationsaufwand, den die neuen Versorgungsformen mit sich bringen. Ärzte sollten deshalb nicht an jedem Vertrag teilnehmen, rät IGES-Betriebswirt Karsten Knöppler.

Nach den Erfahrungen der Netzwerkmanagerin Gabriele Schuster unterzeichneten viele Niedergelassene zwar Verträge, schrieben aber keine Patienten ein. "Der Weg vom Vertrag zum Umsatz ist meist zu lang", sagt Schuster - oft, weil ein gezieltes Vertragsmanagement fehlt.

Unterstützung können den Einzelpraxen Ärztenetze bieten. Sie übernehmen etwa die Vertragsabwicklung mit den Kassen. Allerdings stehen Netze wie Einzelpraxen vor dem Problem, dass es kaum Software gibt, mit der sich verschiedene Sonderverträge verwalten lassen. Die Software-Hersteller arbeiten jedoch an neuen Lösungen.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar:

Lesen Sie dazu auch:

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hohes Sterberisiko bei Ausbruch in der Adoleszenz

Wenn sich Typ-1-Diabetes in einem besonders vulnerablen Alter manifestiert, brauchen Betroffene viel Aufmerksamkeit. Sie haben ein hohes Risiko, an Komplikationen zu sterben. mehr »

100 Prozent Zustimmung

Die KBV-Vertreterversammlung präsentiert sich in neuer Einigkeit und richtet die Speere – wieder – nach außen. Klare Kante gegenüber dem Gesetzgeber und den Krankenhäusern. "Wir sind auf Kurs", meldete KBV-Chef Gassen. mehr »

Herz-Kreislauf-Risiko von Anfang an im Blick behalten!

Bei RA-Patienten sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die wichtigste Todesursache. Die aktuellen Therapiealgorithmen zielen nicht zuletzt darauf ab, die Steroidexposition zu begrenzen. mehr »