Ärzte Zeitung, 25.06.2008

Neue Kosten für Praxen?

Bundestag stimmt über Reform der Unfallversicherung ab

BERLIN (ava). Auf Arztpraxen könnten in Zukunft zusätzliche Kosten für die Arbeitszeiterfassung ihrer Mitarbeiter zukommen. Das geht aus einer Mittteilung der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGVU) hervor.

Heute stimmt der Bundestag über die Organisationsreform der Unfallversicherung ab, die nach Mitteilung des DGVU neue Informationspflichten vorsieht. Nach dem Gesetzentwurf werden Unternehmer - auch Freiberufler wie niedergelassene Ärzte - verpflichtet, die Arbeitszeit aller Beschäftigten individuell zu erfassen und zu speichern. Bisherige Praxis war, dass die Betriebe die Arbeitszeiten einmal im Jahr pauschal an die DGUV meldeten.

Diese Daten sind wichtig für die Bestimmung des Versicherungsbeitrags, weil die Beschäftigten je nach Tätigkeit in unterschiedliche Gefahrenklassen eingeteilt sind, von denen wiederum die Beitragshöhe abhängt. Die DGUV geht von zusätzlichen Bürokratiekosten in dreistelliger Millionenhöhe aus. Ein Sprecher des Bundesarbeitsministeriums dementierte diese Meldung.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sterberate sinkt

9:55 Seit 1988 wurden in der EU Millionen Todesfälle vermieden, weil Krebs verhindert oder früh erkannt und geheilt werden konnte. Obwohl die Sterberate insgesamt sinkt, sind Forscher vor allem bei Frauen alarmiert. mehr »

Dr. Gunter Hauptmann verzichtet auf KBV-Kandidatur

Der saarländische KV-Chef Dr. Gunter Hauptmann wird nicht für den KBV-Vorsitz kandidieren. Das hat Hauptmann am Vormittag am Rande einer Pressekonferenz in Saarbrücken erklärt. mehr »

Lebenserwartung wird 90 Jahre übersteigen

Lange zweifelten Experten daran: In manchen Ländern könnte die Lebenserwartung bis 2030 auf 90 Jahre steigen. Auch die Deutschen werden älter. mehr »