Ärzte Zeitung online, 18.08.2008

Aufwendungen für Dienstkleidung bleibt von der Umsatzsteuer befreit

MÜNCHEN (mwo). Ärzte, die für ihre Medizinischen Fachangestellten Dienstkleidung bereitstellen, müssen darauf keine Umsatzsteuer bezahlen - auch dann nicht, wenn sie ansonsten der Umsatzsteuerpflicht unterliegen. Das hat der Bundesfinanzhof (BFH) in München jetzt nochmals ausdrücklich klargestellt.

Aufwendungen für Dienstkleidung bleibt von der Umsatzsteuer befreit.

Foto: Klaro

Für kostenlose private Vergünstigungen muss der Arbeitgeber eine nach deren Wert bemessene Umsatzsteuer abführen. Nach bisheriger Rechtsprechung gilt dies auch, wenn sich die Arbeitnehmer an den Kosten beteiligen, weil sonst die Steuerpflicht durch ein geringes Entgelt umgangen werden könnte. Wie berichtet, hatte der BFH kürzlich im Fall einer Beförderung von Arbeitern zu ihrem Arbeitsplatz entschieden, dass aber Leistungen, die der Arbeitgeber aufgrund betrieblicher Erfordernisse erbringt, umsatzsteuerfrei bleiben.

Mit zwei neuen Urteilen wandte der BFH dies nun ausdrücklich auch auf Arbeitskleidung an und gab einem Metzger und einem Metallunternehmen Recht, die einen optisch einheitlichen Auftritt ihrer Mitarbeiter wünschten. Danach bleibt die Arbeitskleidung auch dann steuerfrei, wenn die Beschäftigten sich in geringem Umfang an den Kosten beteiligen.

Urteile des Bundesfinanzhofs, Az: V R 12/07 und XI R 50/07

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sterberate sinkt

Seit 1988 wurden in der EU Millionen Todesfälle vermieden, weil Krebs verhindert oder früh erkannt und geheilt werden konnte. Obwohl die Sterberate insgesamt sinkt, sind Forscher vor allem bei Frauen alarmiert. mehr »

Gericht verwehrt Witwe das Sperma ihres Mannes

Ein Paar wünscht sich sehnlichst ein Kind. Weil es nicht klappt, setzt es auf künstliche Befruchtung. Doch dann stirbt der Ehemann nach einer Herztransplantation. Hat seine Witwe nach seinem Tod Anspruch auf sein Sperma? mehr »

Warum Hauptmann nicht gegen Gassen antritt

12.53 hDer saarländische KV-Chef Dr. Gunter Hauptmann wird nicht für den KBV-Vorsitz kandidieren. Der Grund: Ein Neuanfang sei nicht realistisch. mehr »