Ärzte Zeitung, 23.04.2009

Arbeit im Ausland zählt bei Anerkennung mit

LEIPZIG (mwo). Bei ihrer Anerkennung in Deutschland können Ärzte aus anderen Ländern auch ihre Berufserfahrung und individuelle Qualifikationen mit in die Waagschale werfen. Denn beim Vergleich kommt es auf den Ausbildungsstand insgesamt und nicht nur auf das Studium an, urteilte jetzt das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig.

Mit dem inzwischen schriftlich veröffentlichten Leitsatzurteil sprach das Gericht einer Ärztin aus Russland die Approbation zu. Zur Begründung verwies das Bundesverwaltungsgericht auf eine Gesetzesänderung, mit der die Bundesärzteordnung im Dezember 2007 an europäisches Recht angepasst wurde. Diese Änderung sei aber nicht auf EU-Staaten beschränkt, urteilten die Leipziger Richter. Das russische Studium sei inhaltlich gleichwertig gewesen und habe lediglich weniger Praktika umfasst. Dies könne die Ärztin aber durch andere Berufserfahrung ausgleichen.

Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, Az.: 3 C 33.07

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Gluten kann auch Reizdarm verursachen

Wenn Reizdarmpatienten, die nicht an Zöliakie leiden, über glutenabhängige Beschwerden klagen, kann das ein Noceboeffekt sein. Es kann sich aber um etwas anderes handeln. mehr »

Entlassmanagement krankt an schlechter Kommunikation

Kaum in Umlauf, gerät der Medikationsplan in die Kritik. Ärzte fordern, Webfehler im System zu beheben. mehr »

So hoch ist der Diabetiker-Anteil in den 16 Bundesländern

In Deutschland leben mehr Menschen mit Diabetes als bisher geschätzt: Inzwischen leidet rund jeder zehnte GKV-versicherte Bundesbürger an Diabetes. mehr »